Die Nase vorn bei den Booster-Impfungen hat zur Zeit Berlin, wo bereits 14,6 Prozent der Menschen eine Drittimpfung erhalten hat. Dahinter folgen dann Bremen und das Saarland (13,2 Prozent), sowie NRW und Bayern (12,5 Prozent). Deutlich langsamer laufen die Auffrischungen in Sachsen (9,1 Prozent), Brandenburg (9,6 Prozent) und Hessen (10,1 Prozent). Vor allem im Fall von Sachsen und Hessen kurios, denn die beiden Ministerpräsidenten dieser Bundesländer,
Michael Kretschmer und Volker Bouffier (beide CDU), wollten beim Corona-Gipfel härtere Maßnahmen wie einen Bundeslockdown durchdrücken.
Ein weiteres Problem sind in Sachsen auch die Impfquoten bei den
Ü60-Jährigen, die dort am niedrigsten sind. Lediglich 18,2 Prozent der Älteren sind in Sachsen drittgeimpft. Unter anderem auch aus diesem Grund sind die Zahlen der Covid-Patienten auf den Intensivstationen in Sachsen deutlich höher als im Rest von Deutschland. Die Tendenz der Patienten liegt in Sachsen über dem Bundesdurchschnitt mit einer weiter steigenden Inzidenz. Niedrige Impfquoten bei den Drittimpfungen von älteren Menschen weisen zur Zeit auch Brandenburg (18,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (19,9 Prozent) auf. Die meisten älteren Personen wurden in Berlin (37,2 Prozent), Bremen (30,9 Prozent) und dem Saarland (26,8 Prozent) mit der Drittimpfung aufgefrischt.