Die mit Abstand meisten Impfdurchbrüchen waren bei Personen registriert worden, die mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft wurden. Dies sei in 96.970 Fälle der Fall gewesen. Allerdings muss man dazu auch erklären, dass mit Abstand die meisten Bundesbürger diesen Impfstoff erhalten hatten. 18.885 Fälle gehen auf den Einmalimpfstoff von Johnson & Johnson zurück, mit dem gleichzeitig die wenigsten Menschen in Deutschland geimpft wurden. Es folgt der Impfstoff von Astrazeneca mit 11.494 Impfdurchbrüchen und dann der von Moderna mit 7.096 registrierten Fällen. Dazu kommen dann noch Impfdurchbrüche nach den sogenannten Kreuzimpfungen von Astrazeneca und Biontech. Hier hatte es bisher 6.996 Fälle gegeben, während 1.241 Impfdurchbrüche auf Kreuzimpfung mit Astrazeneca und Moderna zurückgehen.
Im letzten RKI-Lagebericht geht die Behörde auch auf die
Impfeffektivität ein. Im Verlauf des Oktobers waren die geimpften Personen im Alter zwischen 18-59 Jahren zu circa 89 Prozent vor einer Einlieferung in ein Krankenhaus geschützt worden. Bei den über 60 Jahre alten Menschen liegt dieser Wert bei etwa 85 Prozent. Der Schutz vor einem einem Aufenthalt auf der Intensivstation liegt bei 94 Prozent für alle Menschen zwischen 18 und 59 Jahren. Auch bei über 60-Jährigen beträgt die Schutzwirkung etwa 90 Prozent. "Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich SARS-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet“, schreibt das RKI erklärend in seinem Bericht. "Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen", stellt das Robert-Koch-Institut weiter fest.