Intensivbetten werden knapp! Klinik-Professor schlägt Alarm! Corona-Entwicklung in Deutschland gefährlich!

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Intensivbetten werden knapp! Klinik-Professor schlägt Alarm! Corona-Entwicklung in Deutschland gefährlich!

News (2 / 1) 02.11.2022 00:33 / Frank Symbolbild imago


Neben Sachsen scheint auch die Situation in Bayern sich immer weiter zuzuspitzen, wie Dr. Michael Irlbeck, Leiter der Intensivmedizin am LMU Klinikum München, bestätigt. Dieser vergleicht die aktuelle Situation mit der Situation im vergangenen Jahr. Bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft rechnet man bereits damit, dass man bald wieder mehr als 3.000 Intensivbetten von Corona-Patienten erreichen wird. Während der zweiten und dritten Welle waren zwar zeitweise bis zu 5.700 Covid-Intensivpatienten betreut worden. Doch solche Zahlen würde das deutsche Gesundheitssystem nicht noch einmal verkraften, wie führende Intensivmediziner bestätigen. Denn die Anzahl der Intensivbetten musste reduziert werden, weil es nicht genug Pflegekräfte gibt, um diese zu betreuen.

Weniger Pflegekräfte sorgen für ein Problem

Deshalb sei die Anzahl aller Intensivbetten in Deutschland von 26.324 betriebsbereite Betten auf 21.801 Intensivbetten gesunken. "Wir haben also derzeit im Vergleich zum vergangenen Oktober exakt die gleiche Anzahl an Covid-Patienten auf den Intensivstationen, aber rund 4500 Betten weniger für alle anderen Patienten zur Verfügung“, erklärt DIVI-Präsident Prof. Gernot Marx (55) die aktuelle Situation. Der Kampf um ausgebildetet Pflegekräfte ist so hart, dass man für das Anwerben von examinierten Pflegekräften in Hessen sogar eine Prämie von 5000 Euro zahlt. Schon jetzt haben 496 Intensivstationen in Deutschland wegen der Covid-Patienten ihren Betrieb einschränken müssen. Lediglich 425 Intensivstationen gehen in Deutschland noch dem normalen Betrieb ohne Einschränkungen nach.