"The Taste"-Coach Tim Raue: Das kann er in der Küche gar nicht leiden

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"The Taste"-Coach Tim Raue: Das kann er in der Küche gar nicht leiden

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:17 / Frank Symbolbild © SAT.1 / Benedikt Müller


Von welchem Coach würden Sie sich am ehesten bekochen lassen?

Raue: Seit der Zusammenarbeit wollte ich gerne in die Restaurants von Frank Rosin und Alexander Herrmann. Letzterer hat mich damit gelockt, dass ich zu den Bayreuther Festspielen konnte und bei ihm übernachten und essen durfte. Es war grandios und schwer beeindruckend.

Sie sind sehr ehrgeizig. Was bringt Sie in der Küche schnell auf 180?

Raue: Für mich sind Ordnung und Disziplin entscheidend, sonst kommt man schnell ins Schwimmen. In der Küche gibt es keine zwei Meinungen. Es gibt einen Chef oder Chefin, die klar vorgibt, wo es langgeht. In dieser Staffel ist bei jedem der vier Juroren eindeutig zu sehen, wie sie es finden, wenn das einmal nicht so ist (lacht).

Und wie kommen Sie abseits der stressigen Arbeit zur Ruhe?

Raue: Ich gehe abends mit dem Hund im Park spazieren oder höre eine Meditations-App. Ich habe lange gebraucht, bis ich begriffen habe, wann ich mir Zeit für mich gönne. Ich bin jemand, der immer Vollgas gibt und bin damit auch immer wieder auf den Boden gefallen.

Sie haben vor kurzem mit Günther Jauch ein neues Restaurant in der Villa Kellermann in Potsdam eröffnet, in dem Sie auf gutbürgerliche Küche setzen. Wieso?

Raue: In meinem Hauptrestaurant ist die Küche asiatisch geprägt. Ich bin Berliner und wollte noch ein Restaurant haben, in der ich die Gerichte meiner Heimat und meiner Großmutter wenig verfälscht zeigen kann. Die Königsberger Klopse sehen immer noch aus wie Königsberger Klopse, aber ich bringe noch mehr Aromenwelten mit ein und entschlacke das Ganze mit hochwertigen Zutaten.

Ihre berühmtberüchtigten Königsberger Klopse durfte vor ein paar Jahren auch schon Barack Obama genießen. Wie war das für Sie?

Raue: Für das Staatsbankett zu kochen, hat uns zum Durchbruch verholfen. Die Obamas meinten damals, dass es für sie das leckerste war, was sie jemals bei einem Staatsbankett hatten. Das hat uns ein großes Lächeln ins Gesicht gezaubert.