In einem Pflegeheim in Oberhausen sind bei Booster-Impfungen Anfang September bei mehreren älteren Menschen schwere Nebenwirkungen aufgetreten. Nach Angaben von Ärzten seien insgesamt bei zehn Prozent der Dritt-Geimpften aus bisher nicht bekannte Gründen schwere Beeinträchtigungen aufgetreten.
Offenbar ist es bei Dritt-Impfungen gegen das Coronavirus in einem Pflegeheim im nordrhein-westfälischen Oberhausen zu mehreren schweren Zwischenfällen gekommen, nachdem die Heimbewohner Anfang September eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten hatten. Dort waren 89 Personen geimpft worden. Zu diesem Zeitpunkt hatte es noch keine offiziellen Empfehlungen für die Dritt-Impfung gegeben. Nur 3 Tage nach der Impfung mussten dann zwei der Heimbewohner nach gesundheitlichen Problemen wiederbelebt werden. Die Ärztekammer Nordrhein hatte wenige Tage nach den Vorfällen ein Fax an die Ärzte verschickt und von den "schweren Komplikationen“ berichtet. So sollen nicht nur die 2 wiederbelebten Personen Probleme gehabt haben, sondern es seien insgesamt neun Menschen heftig erkrankt. Anscheinend kam es bei den betroffenen Personen zu schweren kardiopulmonalen Problemen. Aus diesem Grund waren die Ärzte angewiesen worden, selbst zu entscheiden ob bei ihren Patienten eine Drittimpfung notwendig sei, oder ob sie die Empfehlung der Ständigen Impfkommision oder der europäischen Arzneimittelagentur EMA abwarten wollen.