Unmittelbar nach der Gerichtsentscheidung waren in den sozialen Medien Rufe nach einem Rücktritt des bayrischen Ministerpräsidenten Markus Söder laut geworden. Unter anderm bei Twitter entstand der Hashtag #SoederRuecktritt. "Hat es irgendwelche Konsequenzen, wenn ein Politiker amtsmissbräuchlich 13 Millionen Menschen ihrer Freiheit beraubt und u.v.a. Artikel 11 Absatz 1 Grundgesetz missachtet? Oder ist das in Bayern wie Falschparken?", fragt ein Nutzer von Twitter dort sarkastisch. "#SoederRuecktritt wäre wie Weihnachten und Geburtstag zusammen", tut ein anderer Nutzer seine Meinnung kund. "Unfassbar: Im vergangenen Jahr befahl Markus #Söder, Millionen bayerische Bürger in ihren Wohnungen einzusperren. Nicht einmal Lesen auf einer Parkbank war erlaubt. Nun stellt die Justiz fest: Klar rechtswidrig", kritisierte auch die Werteunion in einem ihrer Tweets. Doch es gibt auch Menschen, die die damaligen Maßnahmen verteidigen. "Leute machen jetzt auf Drama wegen einer #Ausgangssperre, die nicht einmal eine richtige Ausgangssperre war. Geschäfte waren halt früher zu, aber wir hatten es nie so hart wie in Spanien. Da waren Leute wirklich wochenlang eingesperrt", findet ein anderer Twitter-Nutzer die Sache weniger dramatisch. "Der Staat handelt, der Bürger klagt, die Verwaltungsgerichte entscheiden. Das ist Rechtsstaat, kein Skandal", findet ein weiterer User.