"Es ist schon eine ungewöhnlichere Geschichte"

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"Es ist schon eine ungewöhnlichere Geschichte"

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:15 / Silia Symbolbild SWR/Benoît Lindner


"Tatort"-Regisseur Piotr J. Lewandowski

Kreidekreise, dunkle Magie und Hexenjäger - im neuen "Tatort: Hüter der Schwelle" geht es mystisch zu. Gedreht hat den ersten SWR-"Tatort" der Saison Piotr J. Lewandowski. Für den 44-Jährigen ist der Film eine Premiere - es ist sein erster "Tatort". Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news erklärt er, was ihn an diesem Film gereizt hat, welche Herausforderungen es zu bewältigen galt und was er selbst von der Geschichte hält.

Für Sie ist "Hüter der Schwelle" Ihr erster "Tatort" - wie fühlt sich das an, einen Film zur bedeutendsten deutschen Krimi-Reihe beitragen zu dürfen?

Piotr J. Lewandowski: Das ist auf jeden Fall eine Ehre und eine große Herausforderung für mich. Diesen "Tatort" machen zu dürfen, war eine wunderbare Aufgabe. Ich liebe solche Aufgaben. Das Drehbuch finde ich fantastisch, mich hat die Geschichte sehr gefesselt. Sie mag etwas untypisch sein, aber mich reizen solche Geschichten mehr als alles andere. Ich wusste sofort, ich muss das machen.

Welche Herausforderungen mussten Sie denn bewältigen?

Lewandowski: Das Format "Tatort" ist sehr beliebt. Man will die Zuschauer ja nicht enttäuschen, sondern ihnen etwas zeigen, das ihnen besonders Spaß macht. Gleichzeitig aber möchte man auch etwas Neues präsentieren. Und auch mich selbst wollte ich nicht enttäuschen - ich wollte etwas Besonderes machen.

Wie glauben Sie wird Ihr "Tatort" bei den Zuschauerinnen und Zuschauern ankommen?

Lewandowski: Das ist eine sehr gute Frage - ich bin selbst sehr gespannt. Wir hatten eine Vorpremiere in Stuttgart, vor über 5000 Menschen. Ich habe mir die Reaktionen der Menschen angesehen. Alle sind bis zum Schluss geblieben, trotz Open-Air mit widrigen Wetterbedingungen, und haben mitgefiebert. Das war richtig toll, ein besonderer Moment für mich. Trotzdem glaube ich auch, dass der Film polarisieren wird. Es ist schon eine ungewöhnlichere Geschichte.

Der "Tatort: Hüter der Schwelle" beschäftigt sich mit einem Ritualmord. Wie kam es zu dieser Idee?

Lewandowski: Die Idee hatte der Drehbuchautor Michael Glasauer, der sich mit dem Thema sehr gut auskennt und sich damit sehr intensiv befasst. Ich fand daran sehr viele Ansätze, die für mich interessant sind - die Atmosphäre, diese mystische und magische Welt. Über diese Themen wollte ich ohnehin einen Film erzählen - da hat das Drehbuch einfach perfekt gepasst.