Seit dem vergangenen Dienstag hat die spanische Regierung La Palma zum Katastrophengebiet erklärt. Im Vergleich mit den weit bekannteren Kanareninseln Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura oder Lanzarote, gilt La Palma nicht als Touristeninsel und wird nur von wenigen Urlaubern bei Tagesausflügen besucht. Die durch den Ausbruch des Vulkan verursachten Schäden sollen sich nach Schätzungen der Regionalregierung bereits auf mehrere Hundert Millionen Euro akkumuliert haben. Vor allem landwirtschaftliche Flächen der Insel, auf denen Bananenanbau stattfindet, seien von dem Vulkanausbruch betroffen. Etwa die Hälfte der Einwohner der Insel ist auf die Einnahmen aus dieser Aktivität angewiesen. Zuletzt war es auf La Palma 1971 zu dem Ausbruch des Vulkans gekommen. Bisher können Experten nicht genau vorhersagen, wie lange der Vulkan aktiv bleiben wird. Es könnte jedoch noch mehrere Wochen oder Monate dauern, bis der Vulkan sich wieder beruhigt.
Doch Vulkanausbrüche kommen in Europa immer wieder vor und sind keine Seltenheit. Schon seit Jahrhunderten sind zum Beispiel auch der Ätna und der Stromboli in Italien aktiv. Außerdem speit zur Zeit gerade der Vulkan Fagradalsfjall auf Island Feuer. Wann genau an den verschiedenen Vulkanen Ausbrüche stattfinden, ist nicht immer genau vorherzusagen. Allerdings werden alle Vulkan in Europa mit technischen Geräten überwacht, die rund um die Uhr Daten sammeln, die dann von erfahrenen Wissenschaftler ausgewertet werden. Dank dieser Daten ist es dann meist möglich die Menschen in den betroffenen Gebieten rechtzeitig vor dem Beginn eines Ausbruch zu warnen.