Ärztin hat Long Covid - erschreckendes Geständnis - So machte Long-Covid ihr Leben zur Hölle

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Ärztin hat Long Covid - erschreckendes Geständnis - So machte Long-Covid ihr Leben zur Hölle

News (1 / 1) 02.10.2022 23:33 / Torben Symbolbild imago


Wissenschaftler und Ärzte kommen den Beschwerden beim Long-Covid immer mehr auf die Spur. Zahlreiche Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, haben auch nach ihrer Infektion mit den Folgen der Erkrankung zu kämpfen und schlagen sich kraftlos und müde durch das Leben. Zudem verursacht Schwierigkeiten, dass viele Menschen die Problem von Long-Covid-Patienten belächeln und nicht ernst nehmen. EIne Ärztin schildert nun, wie ihre eigene Erkrankung an Long-Covid ihr Leben zur Hölle machte.

Viele Long-Covid-Patienten kämpfen mit Problemen

Eines der großen Probleme von vielen Long-Covid-Patienten ist die Tatsache, dass sie von Menschen aus ihrer Umgebung oder des beruflichen Umfelds nicht ernst genommen werden. Zum Teil werden deren Beschwerden sogar als Einbildung abgetan. Genau dies hat eine Ärztin aus eigener Erfahrung erlebt. Die Medizinerin, die anonym bleiben will, kennt das Problem nämlich nicht nur vom Hörensagen, sondern hat die Folgen einer Erkrankung an Long-Covid am eigenen Leib zu spüren bekommen. Auch viele Monate nach der Infektion leidet die Ärztin noch immer unter den Spätfolgen. Doch vor allem kämpft sie mit dem Unverständnis der eigenen Kollegen am Arbeitsplatz, die für die Frau eine schwere psychische Belastung darstellt: "Ich war soweit, dass ich gesagt habe: Wenn das nicht besser wird, nehme ich mir das Leben. Mein Leben ist ohne Arbeit und ohne Karriere nichts mehr wert", gibt die Klinikärztin zu Protokoll, die an einem großen Krankenhaus arbeitet. Sie selbst hatte sich an ihrem Arbeitsplatz im Januar 2021 mit Covid-19 angesteckt.

Covid-19-Erkrankung wird für Ärztin zu einem Albtraum

Trotz der zum Teil verheerenden Folgen hatte die Ärztin ihre Erkankung zu Beginn noch mit Fassung getragen: "Am Anfang hab ich mich noch lustig gemacht. Ich dachte, ein kleines 'Grippchen', das ist doch nicht so schlimm. Am dritten Tag bekam ich plötzlich starke Luftnot. Ich bin nachts aufgewacht und dachte, ich ersticke. Ins Krankenhaus wollte ich auf keinen Fall, ich habe ja täglich die Corona-Station gesehen. Und dort wollte ich nicht hin“, schildert die Ärztin ihre Erfahrungen mit der Krankheit. Während sie zu Beginn der Erkrankung noch Verständnis von den Kollegen erhalten hatte, änderte sich dies mit der zunehmenden Dauer ihrer Erkrankung. "Zunehmend kamen Kommentare: Das kann doch nicht so lange dauern, das ist doch psychisch bedingt, was du da hast. Such dir doch mal lieber einen Psychologen, das ist doch sicher ein Burn-out", wurden die Entwicklung ihrer Erkrankung auf der Arbeitsstelle kommentiert. Nachdem sie ihre Infektion überstanden hatte, wollte die Ärztin schnell wieder zurück auf die Arbeit, doch dann begannen die Probleme erst richtig: "Ich habe versucht zu arbeiten, aber es ging nichts mehr. Ich habe die Kollegen nicht mehr wiedererkannt, Kollegen, die auch lange mit mir zusammen gearbeitet haben, vor denen ich gestanden habe und gedacht habe, ich habe keine Ahnung, wer das ist“, gibt die Medizinerin Auskunft über ihren Leidensweg.