Insgesamt seien in Österreich nur sehr selten schwere Nebenwirkungen durch die Impfungen beobachtet worden. "Die bisher gemeldeten vermuteten Nebenwirkungen entsprechen sowohl in ihrer Art als auch in ihrer Häufigkeit den aus den Zulassungsstudien zu erwartenden Reaktionen“, steht im Bericht der zuständigen Gesundheitsbehörde geschrieben. Bei den am häufigsten genannten Nebenwirkungen handele es sich zum Großteil um Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Danach folgen Muskelschmerzen oder Unwohlsein, Fieber, Gelenkschmerzen und Schüttelfrost. Diese Nebenwirkungen waren auch in den klinischen Studien der Impfstoffhersteller aufgeführt worden. "Die Mehrheit war in der Intensität mild bis moderat und verschwand binnen weniger Tage“, bestätigen die Behörden, die darüber informieren, dass die Nebenwirkungen doppelt so oft bei Frauen im Vergleich zu Männern beobachtet wurden.
Wie die Zahlen zeigen, soll es seit dem Beginn der Impfungen in Österreich 177 Todesfälle gegeben haben, die zeitmäßig mit einer Impfung gegen Covid-19 in Zusammenhang stehen könnten. 132 Fälle wurden nach Impfungen mit dem Impfstoff von Biontech gemeldet. Die restlichen Fälle verteilen sich auf die Impfstoffe von Moderna (16), Astrazeneca (26) und Johnson&Johnson (3). Bei 4 Patienten konnte ein Zusammenhang ausgeschlossen werden, 20 der Todesopfer hatten sich während der Inkubationszeit mit Covid-19 angesteckt, 34 Menschen hatten schwerwiegende Vorerkrankungen, die vermutlich zum Tod geführt hatten. Lediglich in zwei Fällen scheint bisher ein Zusammenhang von Tod und Impfung zu bestehen. 117 Fälle waren am 24. September noch in Untersuchung. Zudem soll es 113 Fälle von Herzmuskelentzündungen gegeben haben. Insgesamt 1.313 Patienten mussten sich nach einer Impfung in ein Krankenhaus begeben. Bei 217 Patienten sollen die Impfnebenwirkungen lebensbedrohend gewesen sein.