Insassen verwandeln Haftanstalt in Schlachthaus - Mehr als 116 Gefangene getötet und zum Teil zerstückelt

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Insassen verwandeln Haftanstalt in Schlachthaus - Mehr als 116 Gefangene getötet und zum Teil zerstückelt

News (2 / 1) 30.09.2022 23:33 / Torben Symbolbild imago


Massaker geht weiter - Zahl der Todesopfer auf 116 angestiegen

Doch schon in der Nacht ging das Gemetzel offenbar weiter. Anwohner, die in der Nähe der Haftanstalt wohnen, hatten von Schusswechseln in der Nacht berichtet. Gegen Mittwochnachmittag hatte die Polizei dann das ecuatorianische Militär zur Hilfe gerufen. Diese waren sogar mit einen Panzer auf das Gefängnisgelände gefahren. Nach und nach konnten dann Spezialeinheiten der Polizei weitere Gebäude der Haftanstalt sichern. Dabei wurden insgesamt mehr als 70 weitere Leichen entdeckt. Schon am Mittwochmorgen waren die Zahlen zum Teil nach oben korregiert worden. Am Mittwochabend bestätigte Präsident Guillermo Lasso dann offiziell 116 Todesopfer, deutete aber an, dass die Zahlen weiter ansteigen könnten. Gleichzeitig rief der Präsident den nationalen Notstand in sämtlichen Gefängnissen des Landes aus. In den sozialen Medien wurden zum Teil Bilder von verstümmelten und geköpften Leichen hochgeladen. Durch die Korruption in den ecuatorianischen Gefängnissen verfügen die Gefangenen zum Teil über funktionierende Smartphones mit denen sie die Greueltaten gefilmt und in den sozialem Medien hochgeladen hatten.