Wer einen Hund als Haustier hat, kann mit Sicherheit jeden Abend eine eingespieltes Ritual bei seinem Vierbeiner beobachten. Hunde haben nämlich die Angewohnheit sich vor dem Hinlegen zur Nachtruhe im Kreis zu drehen. Was manchmal ziemlich lustig aussieht, machen die Tiere aber aus einem guten Grund.
Offenbar handelt es sich bei diesem Verhalten um Instinkte aus lange vergangenen Zeiten. Dieses Verhalten geht zurück auf die Zeit, als viele Hunde noch in der Wildnis lebten. Mit dem Drehen im Kreis hatten die Hunde in der damaligen Zeit hohes Gras oder Unterholz platt gemacht, um sich auf diese Weise einen bequemen Schlafplatz zu schaffen. Damit markierten die Hunde zusätzlich auch noch ihr Revier, um im Umkreis ihre Schlafstelle klarzumachen: "Hier ist schon besetzt, das ist jetzt mein Platz!" Die intelligenten Vierbeiner haben an ihren Pfoten nämlich Drüsen, mit denen sie ihren Duftstoff absondern. Doch die Bewegung im Kreis hat auch noch einen weiteren Zweck. Durch die Kreisbewegung wurden damals nämlich auch noch dort befindliche Kleintiere und Insekten aufgescheucht. Zudem hatte dieses Verhalten den Hunden dann auch die Möglichkeit geboten, in alle Richtungen rund um den Schlaffplatz zu wittern, ob eine Gefahr besteht.