Lilli Hollunder: "Es ist schwer den Soap-Stempel wieder loszuwerden"

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Lilli Hollunder: "Es ist schwer den Soap-Stempel wieder loszuwerden"

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:13 / Günter Symbolbild imago images / Stephan Wallocha


Rolle in US-Serie "The Outpost"

Mit der mittlerweile eingestellten Adelssoap "Verbotene Liebe" wurde Lilli Hollunder (33) bekannt. Doch nach ihrem Ausstieg blieben die großen Rollenangebote aus. "Es ist schwer den Soap-Stempel wieder loszuwerden", erklärt sie spot on news. Aktuell ist die Ehefrau von Ex-Nationaltorhüter René Adler (34) in der zweiten Staffel der US-Serie "The Outpost" (immer donnerstags um 21 Uhr auf SYFY und auf Abruf verfügbar) zu sehen. "In diesem Jahr habe ich zwei internationale Serien gedreht und bin endlich ein Stück weitergekommen", freut sich die Schauspielerin. Wie es mit ihrer Karriere weitergeht und wie sehr ihr Mann sie dabei unterstützt, erklärt sie im Interview.

Wie sind Sie an die Rolle in der US-Serie "The Outpost" gekommen?

Lilli Hollunder: Ich bin ein riesiger Science-Fiction-Fan und habe das auch immer wieder auf Instagram kundgetan. Zum Beispiel habe ich ein Video gepostet, in dem ich Klingonisch spreche. So ist SYFY auf mich aufmerksam geworden. Sie haben mich dann den Amerikanern vorgeschlagen und zum Glück hat es geklappt.

Viele kennen Sie noch aus der Serie "Verbotene Liebe". Denken Sie gerne an die Soap zurück?

Hollunder: Wenn ich ganz ehrlich bin, denke ich daran mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite habe ich dort viel gelernt und es sind auch tiefe Freundschaften in dieser Zeit entstanden. Auf der anderen Seite ist es insbesondere in Deutschland sehr schwer, den Soap-Stempel wieder loszuwerden. Da gehen andere Länder deutlich entspannter mit dem Thema um.

Nervt es Sie, wenn Sie heute noch auf die Serie angesprochen werden?

Hollunder: Nein. Die Serie hatte damals super Quoten und eine riesengroße Fanbase. Das merkt man noch heute. Als ich nach der Zeit bei "Verbotene Liebe" mal eine Sinnkrise hatte, habe ich ein Pflegepraktikum in einem Krankenhaus gemacht. Die älteren Leute, die mit Schmerzen ans Bett gefesselt waren, haben sich immer wahnsinnig gefreut, wenn es um 18 Uhr losging. Das hat mir ein Stück weit die Augen geöffnet, dass auch eine Soap ihre Berechtigung hat und den Leuten ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

Würden Sie gerne auch wieder in einer deutschen Serie mitspielen oder sehen Sie Ihre Zukunft weiterhin in internationalen Produktionen?

Hollunder: Ich bin nach wie vor nicht an dem Punkt, an dem ich es mir aussuchen kann. Aber eine Daily würde ich erstmal nicht mehr machen. Das verschließt zu viele andere Türen. Und gerade in diesem Jahr, in dem ich zwei internationale Serien gedreht habe, bin ich endlich ein Stück weitergekommen.

Gibt es schon neue Angebote?

Hollunder: Ich bin nächstes Jahr in der Science-Fiction-Serie "Spides" zu sehen, die auch auf SYFY laufen wird. Anschließend geht sie hoffentlich in eine zweite Staffel. Daumen drücken!

Ihr Ehemann hat Ende Juni offiziell seine Fußball-Karriere beendet, Ihr Lebensmittelpunkt ist mittlerweile wieder Hamburg. Könnten Sie sich vorstellen in die USA zu ziehen, um Ihre Schauspielerkarriere anzukurbeln?