Ärztin hat die Schnauze voll - Sie will künftige keine ungeimpften Patienten mehr behandeln

Seite 2 / 2

Ärztin hat die Schnauze voll - Sie will künftige keine ungeimpften Patienten mehr behandeln

News (2 / 1) 07.09.2022 23:37 / Simo Symbolbild imago


Die ungeimpften Patienten von Dr. Marraccini haben nun also nur noch wenig Zeit um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen oder müssen sich einen neuen Arzt suchen. Lediglich telemedizinische Fernbehandlung will die Ärztin für ungeimpfte Patienten weiter anbieten. "Ich verstehe, dass die Menschen frei wählen können und wollen, aber für mich wird es zu einem Problem, wenn es andere Menschen betrifft", argumentiert Marraccini. Dabei scheint die Zahl der Impfwilligen unter ihren Patienten durchaus hoch zu sein. Lediglich ein Zehntel ihrer Patienten würde mit einer Impfung noch zögern. "Wenn es um die Sicherheit anderer geht, dann sage ich wirklich, dass hier für mich die Grenze erreicht ist", verteidigt die Ärztin ihren Standpunkt. Aktuell sind in Florida 53,5 Prozent der Menschen vollständig gegen Covid-19 geimpft. Kritiker werfen der Medizinerin jedoch vor, ihren Eid als Medizinerin zu mißachten. Einen Vorwurf, den Dr. Marraccini nicht nachvollziehen kann. Sie halte sich an die Wissenschaft und wende diese zum Wohl der Kranken an, argumentiert Dr. Marraccini.

Kollidiert der Plan der Ärztin mit dem Gesetz?

Eine Ansteckung von Patienten in ihrer Praxis will die Medizinerin unbedingt vermeiden. Trotzdem macht sie auch Ausnahmen von ihrer Regel. Menschen, die sich aus medizinischen Gründne nicht impfen lassen können, will sie selbstverständlich weiterbehandeln. "Sie werden wir nicht im Regen stehen lassen", kündigte die Ärztin an. Bleibt noch die Frage, ob dieses Verhalten auch gesetzkonform ist.

Ab dem 16. September dürfen Geschäfte und Unternehmen in Florida von den Menschen keinen Impfnachweis verlangen. Sollte dies doch gemacht werden, drohen unter anderem empfindliche Geldbußen. Doch auch in dieser Hinsicht ist Dr. Marraccini zuversichtlich. Sie glaubt nicht, dass man eine Arztpraxis mit einem Unternehmen gleichsetzen könne.