Außerdem sollen die Wissenschaftler auch das Blut einer Ziege entnommen haben, um es auf Spuren des Virus zu untersuchen. Bisher war den Medizinern noch kein Fall bekannt, bei dem das Nipah-Virus durch eine Ziege übertragen worden sei. Allerdings halte die Familie des verstorbenen Jungen eine Ziege, die vor 2 Monaten krank gewesen sein soll und um die sich der Junge gekümmert hatte.
Die Behörden haben rund um das Haus des Jungen eine
Eindämmungszone von drei Kilometern angelegt. Dort führen die Ärzte in einer intensiven Haus-zu-Haus-Betreuung der Menschen eine Fieberüberwachung durch. Die staatliche Ärztekammer Indiens hat für die Behandlung möglicher Infizierter mittlerweile den Einsatz der Medikamente Remdesivir im Zusammenspiel mit Ribavirin genehmigt.