Bauerfeind: Auf jeden Fall. Für mich bedeutet das einfach nur, dass Frauen und Männer die gleichen Möglichkeiten haben. Ich kann daran nichts Schlimmes finden.
Welche Frau packt das Thema in der Öffentlichkeit auf gute Art und Weise an?Bauerfeind: Beyoncé hat das Thema groß gemacht. Amy Schumer und Carolin Kebekus bringen die Leute bei dem Thema gleichzeitig zum Lachen und zum Nachdenken...Das finde ich eine sehr gute Kombi. Humor kann ja schließlich auch zum Ziel führen.
Man kennt Sie vor allem als Moderatorin. Warum darf es manchmal auch die Schauspielerei sein?Bauerfeind: Ich habe schon mit zehn Jahren im Schultheater gespielt und wollte das eigentlich schon immer machen - zack, 25 Jahre später läuft die Sache. Beim Schauspiel ist man ein bisschen wie Sherlock Holmes. Man muss Hinweise, Indizien und Eigenschaften suchen, einen Charakter auf dem Papier so entschlüsseln, dass er möglichst echt werden kann. Ich finde das sehr spannend und nahezu meditativ.
Was hat Sie speziell an dieser Rolle gereizt?Bauerfeind: Die Jordan hat echt Eier, sie ist unkonventionell und selbstbewusst und eine Kämpferin für die Sache. Sie schießt lieber übers Ziel hinaus, als es gar nicht zu erreichen. Beruflich super, privat liegt sie dagegen oft falsch. Oder aber neben dem Falschen. Wie im echten Leben quasi, nur lustiger.
Wären Sie denn die geborene Gleichstellungsbeauftragte?Bauerfeind: Nein, ich habe ja so einen angeborenen Jetlag und kann morgens wirklich nichts, vor allem nicht arbeiten. Das war mir schon mit 16 klar, weswegen ich immer einen Job gesucht habe, bei dem es darauf ankommt, später am Tag gut drauf zu sein. Insofern, glaube ich, bin ich geboren für das, was ich jetzt mache.