Bei der nun durchgeführten Studie mit 45 Probanden hatten die
Wissenschaftler den Männern im Alter von 18 und 50 Jahren kurz vor der ersten Impfung eine Spermienprobe abgenommen. 75 Tage nach der zweiten Impfung hatten die Studienteilnehmer dann auch noch eine zweite Spermienprobe abgeben müssen. Wie auch bei einer Samenspende hatten die Probanden vor den Tests jeweils die geforderten Abstinenztage eingehalten. Nach Angaben der Forscher hatte die Hälfte der Probanden eine Impfung mit dem Moderna-Impfstoff erhalten, während die anderen Probanden mit dem Biontech-Pfizer-Impfstoff geimpft worden waren. Und die Forscher entdeckten ein überraschendes Ergebnis. Denn im Durchschnitt hatte sich sich die Spermienkonzentration nach den Impfungen sogar von 26 Millionen Spermien pro Milliliter auf 30 Millionen Spermien verbessert Außerdem sei die Anzahl der beweglichen Spermien von 36 Millionen auf 44 Millionen angestiegen. Außerdem hatten die Forscher festgestellt, dass sich die Gesamtbeweglichkeit und das Zellvolumen des Samens ebenso verbessert hatten. Bei der 1. Samenprobe hatte die Spermienkonzentration bei acht der Probanden bei unter 15 Millionen Spermien pro Milliliter im bedenklichen Bereich gelegen. Bei sieben der acht Betroffenen lag die Spermienkonzentration dann bei der zweiten Probe wieder im normelen Bereich.
Diese Ergebnisse lassen die Autoren der Studie zu einem eindeutigen Ergebnis kommen. Impfungen mit mRNA-Impfstoffen wirken sich also auf keinen Fall negativ auf die Spermienkonzentration und die Spermienanzahl aus. Bei den festgestellten, verbesserten Werten nach der 2. Impfung handele es sich nach Meinung der Wissenschaftler um die übliche Schwankungen während der Test. Allerdings weisen die Forscher eindeutig darauf hin, dass sowohl die Anzahl der Probanden als auch das Altersmittel der Probanden relativ niedrig gewesen sind. Zudem sei die Spermienanalyse auch kein "perfektes Vorhersagemittel“ für die tatsächliche Fertilität der Männer.