Zudem waren nach einer Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer auch vermehrt Fälle von Lymphknotenschwellung beobachtet worden, einer leichten Nebenwirkung, die häufig Teil einer Standard-Immunantwort auf eine Impfung ist. Hier wurden etwa 78 zusätzlichen Fällen pro 100.000 geimnpften Personen entdeckt, während es 5 zusätzlichen Fälle von Appendizitis pro 100.000 Impfungen und 16 zusätzliche Fälle von Herpes Zoster unter jeweils 100.000 geimpften Personen gab. Doch auch diese Krankheiten traten deutlich häufiger nach einer Covid-19-Infektion auf. Und auch andere Krankheiten wurden deutlich häufiger nach einer Erkankung an Covid-19 statt nach einer Corona-Impfung entdeckt. Dazu zählten
Herzrhythmusstörungen (3,8-fache Zunahme), Nierenschäden (14,8-fache Zunahme), Perikarditis (5,4-fache Zunahme), Lungenembolie (12,1 .). -fache Zunahme), tiefe Venenthrombose (3,8-fache Zunahme), Myokardinfarkt (4,5-fache Zunahme) und Schlaganfall (2,1-fache Zunahme).
Zahlreiche Experten hatten schon im Vorfeld immer wieder gefordert, die nach den Impfungen entdeckten Nebenwirkungen mit den Nebenwirkungen zu vergleichen, die nach einer Covid-19-Infektion auftreten. "Diese Ergebnisse zeigen überzeugend, dass dieser mRNA-Impfstoff sehr sicher ist und dass die Alternative einer durch das Coronavirus verursachten ‚natürlichen‘ Morbidität eine Person einem signifikant höheren und viel häufigeren Risiko für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse aussetzt“, erklärt deshalb nun Professor Ran Balicer, Direktor des Clalit Research Institute und Chief Innovation Officer von Clalit. Die Ergebnisse dieser Studie soll nun dazu beitragen auch die Impfskeptiker zu überzeugen. "Diejenigen, die bisher aufgrund von Bedenken hinsichtlich sehr seltener Nebenwirkungen – wie Myokarditis – gezögert haben, sich impfen zu lassen, sollten sich bewusst sein, dass die Risiken für genau diese Nebenwirkung bei ungeimpften infizierten Personen tatsächlich höher sind“, verdeutlicht auch Professor Ben Reis, Direktor der Predictive Medicine Group an der Boston Children’s and Harvard Medical School. Diese Studie basierte auf den Daten von 884.828 geimpften Personen im Alter zwischen 16 und 55 Jahren, die im Zeitraum zwischen dem 20. Dezember 2020 und dem 24. Mai 2021 geimpft worden waren und die dann mit der gleichen Anzahl von ungeimpften Patienten verglichen wurden.