Immunologe Förster ist jedenfalls davon überzeugt, dass die neuen Impfstoffe eine "echte sterile Immunität erzeugen“ können. In der Praxis würde dies bedeuten, dass sich die Geimpften nicht mehr anstecken könnten und so auch die Weitergabe des Virus an andere verhindert werden könnte. Doch in dieser Hinsicht betreten die Forscher Neuland. Bislang existiert nämlich lediglich ein ähnlicher Impfstoff, der Kinder vor Grippe schützen soll. Zudem soll es sich bei dem Impfstoff um einen Lebendimpfstoff handeln, also vollkommen unterschiedlich zu den bisherigen Injektions-Impfstoffen gegen das Coronavirus. Von den aktuell in der Testphase befindlichen Inhalations-Vakzinen ist nur einer ein Lebendimpfstoff. In dessen Fall ist Förster allerdings skeptisch, dass dieser vermutlich zu durchlässig wäre und deshalb die Lunge nicht ausreichend schützten würde. Deshalb seien aus seiner Sicht Vektor-Impfstoffe die bessere Lösung, zu denen die Injektions-Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson gehören. Nun hat AstraZeneca auch ein Inhalations-Vakzin entwickelt. Fünf der sieben zur Zeit im Test befindlichen Inhalations-Impfstoffe setzen auf einen Vektor.
Wie es scheint hat diesmal also AstraZeneca die Nase bei der Entwicklung der Impfstoffe der neuen Generation vorn. Doch es gibt noch einen weiteren Inhalations-Impfstoff, der zur Zeit von sich reden macht. Dieser nutzt nämlich den gleichen Vektor, wie der russische Impfstoff Sputnik-V. Erste Ergebnisse seien durchaus vielversprechend.
Mit diesen Impfstoffen bahnt sich nun der nächste Kampf gegen die Pandemie an. Bis die Impfstoffe auf den Markt kommen wird es noch ein wenig dauern. Da macht sich auch Mediziner keine falschen Hoffnungen machen. Doch auch die Spritzen in den Oberarm zeigen noch sehr gute Wirkung gegen das potenziell tödliche Virus.