Neue Corona-Massnahmen drohen! Deutschland in der Impf-Falle - Quote zu niedrig

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Neue Corona-Massnahmen drohen! Deutschland in der Impf-Falle - Quote zu niedrig

News (2 / 1) 05.09.2022 23:34 / Silia Symbolbild imago


Aktuell ist die 7-Tage-Inzidenz bundesweit in Deutschland auf 80,2 (Stand 3. September) gestiegen. Deshalb fordern immer mehr Experten und Mediziner härtere Maßnahmen durch die Politik. Virologin Melanie Brinkmann warnte geraden erst in der Tageszeitung "Zeit": "Wir rauschen gerade in eine ähnliche Situation wie im vergangenen Herbst. Wenn man sich die Infiziertenzahl anschaut, dann ist die Wachstumskurve sogar steiler als vor einem Jahr." Auch SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach ist besorgt: "Besonders bei Clubs, Restaurants und Kneipen, also dort, wo Superspreading-Ereignisse möglich sind, müssen wir strenger werden", fordert der Mediziner. Ab Ende September soll zudem der Betrieb in vielen der 432 Impfzentren in Deutschland eingestellt oder deutlich eingeschränkt werden.

Hausärzteverband beklagt Impfmüdigkeit der Deutschen

Bein Hausärzteverband hat man die Impfmüdigkeit der Deutschen ebenfalls gemerkt. Denn das Interesse an den Impfungen habe sich in den letzten Monaten deutlich verringert. "Der Impfturbo, den wir im Frühjahr und bis zum Juli hinein erlebt hatten, ist definitiv abgeflaut", erklärt Bundesvorstandsmitglied Armin Beck gegenüber den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerkes Deutschland". Aus diesem Grund fordern einige Experten bereits Anreize für die Impfungen zu geben, wie dies in den USA der Fall ist. In Deutschland setzt man vermehrt auf niederschwellige Impfungen. Dazu werden Impfangebote dort gemacht, wo viele Menschen zusammentreffen. In Hamburg beispielsweise wurde zuletzt in der Elbphilharmonie und im Volksparkstadion geimpft. "Wir sind sehr erfreut darüber, dass durch die Impfangebote an dezentralen Orten die Impfquote weiter steigt", verdeutlichte eine Behördensprecherin. Allerdings dürfte dies alleine nicht ausreichen, um die Impfquote spürbar zu erhöhen. Deshalb bleiben die Politiker weiter besorgt: "Die Impfquote ist noch zu niedrig, um eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung". Nun wird es also darauf ankommen die richtigen Anreize zu finden, um die Menschen von einer Impfung zu überzeugen.