Die Impfstoffknappheit gehört bereits länger der Vergangenheit an. Jetzt fehlt es viel mehr an Menschen, die bereit sind sich impfen zu lassen. Dies kritisiert nun der bekannte Virologe Dr. Christian Drosten. Dieser glaubt, dass es durchaus Anreize gibt, mit denen man die Menschen motivieren könnte sich impfen zu lassen.
Der kürzlich erschienene Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) gibt Anlass zur Sorge. Denn wie es scheint, lassen sich immer weniger Menschen gegen das heimtückische Coronavirus imfpen. Mittlerweile sein 61 Prozent der Bundesbürger geimpft. Innerhalb der gesamten Woche ist die Zahl damit lediglich um 2 Prozent angestiegen. Im Zeitraum von Ende Juli bis Ende August war die Quote lediglich um 10 Prozent gestiegen. Viel Menschen sind also weiterhin komplett ungeimpft. Um eine weitere Corona-Welle zu verhindern, müssten sich allerdings 85 Prozent der 12- bis 59- Jährigen und 90 Prozent der Ü60-Jährigen geimpft werden. Zuletzt waren die Infektionszahlen vor allem bei jungen Menschen und auch Menschen mittleren Alters deutlich angestiegen. "Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen", hatte bereits der bekannte Virologe Christian Drosten Alarm geschlagen. Sollten sich nicht mehr Menschen impfen lassen, drohe schon bald eine erneute Einschränkung der Kontakte. In seinem Podcast "Das Coronavirus-Update" versucht Drosten die Impfmüdigkeit der Deutschen zu erklären. Nach Drostens Meinung herrsche Gleichgültigkeit unter dern Menschen, die man durch politische Ansprache wohl nicht geregelt bekomme. "Darum glaube ich, dass die Politik eine schwere Aufgabe vor sich hat und konsequent auch Entscheidungen bald treffen muss", ist sich Drosten sicher.