Denn selbst eine Erhönung um das Fünffache würde offenbar nicht zur Abaschreckung der Autofahrer ausreichen, die auch dann nicht auf ihr Fahrzeug mit Verbrennungsmotor verzichten würden. Selbst das
Sechsfache reicht dafür laut DIW nicht aus, falls man die selbstgesetzten Klimaziele langfristigen erreichen will. Denn neben dem Preisanstieg an der Zapfsäule wären dazu noch weitere Gängelungs-Maßnahmen wie Tempolimits oder Flugverbote notwendig. Zudem müssten große Subventionen in Fahrräder, E-Fahrzeuge und Ladestationen investiert werden. Bei der CDU ist man nun geschockt! "Das wäre ein Schlag ins Gesicht von Millionen Autofahrern in Deutschland. Millionen Menschen sind auf das Auto angewiesen. Eine solch krasse Preissteigerung ist zu verhindern“, äußert jetzt Generalsekretär Paul Ziemiak (35). SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz will offenbar an der schrittweise Erhöhung der CO2-Preise festhalten, wie sie die GroKo beschlossen hat: "Ich finde, dass der moderate Weg, den wir eingeschlagen haben, was die CO2-Bepreisung betrifft, richtig ist. Es geht nicht darum, die Preise dramatisch zu erhöhen, und dafür gibt es auch einen einfachen Grund: Wenn die Benzin- und Dieselpreise steigen, dann gibt es nicht am nächsten Tag die Entscheidung, ‚ich kauf' mir ein neues Auto‘. Die Allermeisten kaufen sich nur alle vier bis acht Jahre ein neues Auto.“
Unterdessen keilt der Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser zurück: "Union und SPD haben bereits beschlossen, dass der CO2-Preis bis 2025 auf 55 Euro klettern soll. Selbstverständlich wird Benzin dadurch teurer werden. Wenn sich Teile der Union und SPD über steigende Spritpreise aufregen, dann klagen sie über ihre eigenen Beschlüsse“, argumentiert der Umweltschützer, der deshalb auch rät andere Maßnahmen ins Auge zu fassen. Der ehemalige Verkehrsminister Peter Ramsauer (67, CSU) kritisiert: "Das zeigt nur, das das Ganze von Beginn an politisch komplett falsch aufgelegt und angepackt worden ist. Eine solche Erhöhung ist ein Affront für alle Leistungsträger, besonders in den ländlichen Regionen, wo ohne Auto nicht viel geht. Völlig vergessen wird, dass sich eben nicht jeder ein neues E-Auto leisten kann und das in den meisten Regionen auch im Alltag noch nicht viel bringt.“ Wie man sieht könnte diese Diskussion nun noch vor der Wahl an Fahrt aufnehmen.