Zu Beginn der Pandemie hatten australische Wissenschaftler der Universität Melbourne nachgewiesen, dass das Medikament in Zellkulturen im Labor die Last der Coronaviren deutlich senken könnte. Anschließend wurden einige kleinere Studien zum Einsatz von Ivermectin als potenzielle antivirale Therapie gegen Covid-19 gemacht. Auch diese lieferten Hinweise darauf, dass das Medikament für weniger Symptome und eine schnellere Genesung sorgen könnte. Angeblich sei sogar das Sterberisiko gesunken. Auch am Tiermodell waren entzündungshemmende Effekte festgestellt worden. Seitdem wird das Medikament vor allem in Lateinamerika, Afrika und Asiens auch bei Menschen eingesetzt, die an Covid-19 erkrankt sind. Experten kritisieren jedoch, dass die bisherigen Studien nur wenige Teilnehmer hatten und teilweise von schlechter Qualität gewesen seien. Zu diesem Schluß kommen auch die Forscher der Klinik für Anästhesiologie des Universitätsklinikums Würzburg. Zwar sei die Forschung zu Ivermectin vielversprechend, doch noch sollte man das Mittel als Privatperson nicht vorbeugend gegen das Coronavirus einnehmen.