Dies zeigt, dass der Antigen-Schnelltest nur in zwei Drittel der Fälle die Ansteckung erkannte und in einem Drittel der Infektionsfälle ein falsch-negatives Ergebnis angezeigt hatte. Noch deutlicher sei das Ergebnis bei Inifzierten ohne Symptome gewesen. Dabei hatte der Schnelltest mit 44 Prozent sogar weniger als die Hälfte der Fälle erkannt. "Die Studie zeigt aber auch, dass Antigen-Schnelltests nur bedingt geeignet sind, um eine SARS-CoV-2 Infektion zuverlässig auszuschließen. Die heute zur Verfügung stehenden Antigen-Schnelltests sollten daher nur mit Vorbehalt im Rahmen der Covid-19-Maßnahmen eingesetzt werden", empfiehlt Studienleiter Michael Nagler.
Obwohl nun erstmals nachgewiesen wurde, dass der Antigen-Schnelltest deutlich weniger treffsicher ist als ein PCR-Test, zeigt das Ergebnis vor allem, wie groß der Unterschied zwischen den Testmethoden tatsächlich ist. Trotzdem ist dies für viele Gesundheitsexperten kein Grund zur Sorge. Dies sei lediglich das Risiko bei Antigen-Schnelltests, die dafür billiger und in größerem Maß verfügbar seien. Schon bald werden die Antigen-Schnelltests wieder in den Schulen zum Einsatz kommen. Dort muss nun vielleicht ein wenig nachgebessert werden, was die Testung der Schüler betrifft.