So vermuten die Wissenschaftler, dass zu den Gewinner vermutlich
Krokodile, Haie und Würmer zählen werden. Denn diesen Tieren wird die Fähigkeit zugesprochen mit extremste Bedingungen fertigzuwerden und die Folgen des Klimawandels zu überdauern. Andere "Gewinner" könne man mittels einer Bewertungsrubrik ermitteln, bei denen der WWF den Fokus auf verschiedene Schwerpunkte legt, die in das Überleben einer Spezie hineinspielen. Schon in den letzten Jahren hat der Klimawandel zu Veränderungen in der Tierwelt geführt. Während die Anzahl vieler Arten zurückgeht, breiten sich andere Tierarten mengenmäßig weiter aus. Das gleiche gilt auf für verschiedene Pflanzen. So glaubt Dr. Stein, dass bei den Pflanzen vor allem die "unkrautartigen" Vertreter Vorteile hätten. Pflanzen wie Löwenzahn oder Kletten könnten unter vielen Bedingungen gedeihen. Allerdings könnten sich Pflanzen schneller an geänderte Gegebenheiten anpassen als Tiere.
Ein Problem dürften für die Menschen dann eindeutig die Gewinner des Klimawandels darstellen. Diese werden dann nämlich verstärkt auftreten, während die Biodiversität des Planeten weiter zurückgeht. "Was wir sehen werden, ist ein massiver Rückgang an verschiedenen Spezies", ist sich Fredric Janzen, Direktor der Kellogg Biological Station der Michigan State Universität sicher. Dann sei mit einer möglichen Vermischung der einzelnen Arten zu rechnen, die dann nicht nur das vorherrschende Ökosystem transformieren könnten, sondern zusätzlich auch für die Bildung neuer und möglicherweise tödlicher Krankheiten verantwortlich sein werden. Schädlinge wie Kakerlaken, Ratten und Waschbären werden wegen ihrer enormen Anpassungsfähigkeit wohl zu den Gewinnern des Klimawandel gehören. Sollte die Menschheit irgendwann einmal aussterben, sei es laut Janzen nicht auszuschließen, dass "Ratten in Menschengröße" die Erde beherrschen könnten.