In den nächsten Tagen will Maas in den afghanischen Nachbarländern
sichere Ausreisemöglichkeiten für Afghanen und Deutsche über den Landweg ausloten. Dazu wird Maas in den nächsten Tagen Gespräche mit den Regierungen in Pakistan, Usbekistan und Tadschikistan führen. Parallel würden auch Gespräche mit den Taliban stattfinden, um Routen für eine sichere Ausreise über die Landesgrenzen zu bestimmen. Viele Afghanen hätten sich bereits jetzt in Richtung der Grenzen auf den Weg gemacht. "Es gibt noch Zehntausende Ortskräfte inklusive ihrer Familien. Das sind noch viele Menschen, die eine Aufnahmenzusage von uns haben", nennt der SPD-Politiker Zahlen. Aus diesem Grund wird sich Maas nun dafür einsetzen, dass dieser Personenkreis das Land auf legale Weise verlassen könne. Zuletzt war von einer Anzahl von 40.000 Personen inklusive der Familienangehörigen gesprochen worden. Zudem müsse auch ein "humanitäres Desaster" in Afghanistan verhindert werden, betonte Maas weiter. Bereits jetzt rechnen die Vereinten Nationen mit bis zu einer halben Million Flüchtlinge, die bis Ende des Jahres aus Afghanistan flüchten werden.