Der Luftbrückeneinsatz in Afghanistan scheint sich auf sein Ende zu zu bewegen. Mit dem angekündigten Abzug der US-Soldaten, wir die Lage in Kabul zu unübersichtlich. Nun schlagen aber mehrere Botschaften zusätzlich Alarm - es drohen wohl Terroranschläge durch IS oder Taliban!
Wenige Tage vor dem voraussichtlichen Ende der internationalen Evakuierungsmissionen in Kabul haben mehrere beteiligte Staaten erhöhte Terrorgefahr um den Flughafen gemeldet. Großbritannien, die USA und Australien warnten ihre Staatsbürger am Mittwoch, das Gebiet zu meiden. Die Bundeswehr-Luftbrücke zur Rettung Schutzbedürftiger aus dem Land könnte einem Bericht zufolge bereits am Donnerstag zu Ende gehen.
"Wenn Sie sich beim Flughafen aufhalten, entfernen Sie sich zu einem sicheren Ort und warten Sie auf weitere Hinweise", hieß es auf der Webseite des britischen Außenministeriums am Mittwoch. Das US-Außenministerium forderte die Menschen vor den Flughafentoren auf, das Gebiet "sofort" zu verlassen. Grund für die Warnung seien nicht näher spezifizierte "Sicherheitsrisiken".
Obwohl seit dem 14. August bereits fast 90.000 Menschen aus Kabul ausgeflogen wurden, harren noch immer tausende verzweifelte Menschen vor den Flughafentoren aus und hoffen auf einen Platz auf einem Evakuierungsflug. Mindestens acht Menschen starben in dem Chaos vor den Toren des Flughafens. Doch die Zeit für die Rettungsflüge läuft davon.
Angesichts des bevorstehenden vollständigen US-Abzugs zum kommenden Dienstag soll laut einem Bericht des "Wir" am Donnerstag der letzte Evakuierungsflug der Bundeswehr starten. Die deutschen A400M-Maschinen haben nach Angaben der Bundeswehr bisher fast 5200 Menschen in Sicherheit gebracht.