"Die Höhle der Löwen": Judith Williams hadert mit dem Schicksal

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"Die Höhle der Löwen": Judith Williams hadert mit dem Schicksal

Stars (1 / 1) 28.12.2020 17:04 / Frank Symbolbild TVNOW / Bernd-Michael Maurer


Carsten Maschmeyer schimpft

Neue Woche, neue Produkte und Erfindungen, die in der "Höhle der Löwen" bestehen sollen: Ein Gründer bringt die Investoren in der zweiten Folge der neuen Staffel mächtig ins Schwitzen, eine Gründerin liefert gleich die Lösung dafür - ein tierischer Pitch lässt eine Menge Fragen offen und Judith Williams (47) verliert den ersten Deal, der richtig weh tut.

Man kennt das Problem: Lust auf Kaffee, wenig Zeit, Kaffee-Kapselautomat gekauft - schneller, praktischer Genuss - zurück bleiben die umweltunfreundlichen Kapseln aus Plastik oder Aluminium. Julian Reitze und Stefan Zender haben eine Kaffeekapsel aus Holz erfunden, vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen. Mit ihrem Startup Rezemo wollen die beiden den Markt der Kaffeekapseln revolutionieren. Für 500.000 Euro wären die Gründer bereit, zehn Prozent der Firmenanteile abzugeben.

"Wir brauchen keinen George Clooney, wir brauchen Sie", stellen die beiden gleich fest und verteilen eine Runde Espresso für alle. Carsten Maschmeyer (60) wittert ein Geschäft und schnappt sich gleich Dagmar Wöhrl (65) und Ralf Dümmel (52). Das Löwen-Trio bietet 750.000 für 25 Prozent. Frank Thelen (43) packt sein Gegenangebot aus: 500.000 Euro für 20 Prozent. Und die Gründer? Lehnen dankend ab. Beides.

Williams verfolgt die Verhandlungen staunend: "Das ist einer der spannendsten Auftritte überhaupt." Wohl darum legen Maschmeyer, Wöhrl und Dümmel auch nach: eine Million Euro für weiterhin 20 Prozent. Diesmal schlagen die Gründer ein, Dümmel macht einen Luftsprung: "Ich bin fix und fertig, total nassgeschwitzt." Dazu später mehr ...

Das erste Investment an polnische Gründer

Darauf erst einmal ein Ständchen zur Entspannung. Lene Armingeon und Miriam Schütt haben SofaConcerts gegründet, eine Online-Plattform, worüber Musiker für exklusive Privatkonzerte gebucht werden können. Über 5000 Konzerte konnten die Gründerinnen bereits vermitteln. 350.000 Euro benötigen sie und bieten dafür zehn Prozent ihrer Firmenanteile an.

Maschmeyer findet die Bewertung zu hoch, Nils Glagau (43) versteht das Geschäftsmodell nicht so ganz, Wöhrl sieht die Gefahr, sich zu verzetteln und zu Dümmel passt es ohnehin nicht. Georg Kofler (62) allerdings ist beeindruckt. "5000 Künstler, das ist ja eine Kleinstadt, wie habt ihr das geschafft?" Er will einsteigen, bietet 350.000 Euro für 30 Prozent. Zu viele Firmenanteile für die Gründerinnen, die das Angebot ablehnen und allein weiter machen wollen.

Dass Kofler nicht nur musikalisch, sondern auch sportlich ist, darf er gleich beim nächsten Pitch beweisen. Dariusz und Piotr aus Polen stellen Everest Climbing vor, die erste professionelle Kletterwand mit einer langen, sich verändernden Kletterstrecke. Funktioniert mit fünf Laufbändern, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten rotieren, sodass sich die Position der Klettergriffe immer wieder verändert. Kofler ist ein passionierter Kletterer und probiert das Gerät aus. "Mit Klettern kann man das nicht vergleichen, aber es ist super fürs Konditionstraining", lautet sein Urteil. Mit 200.000 Euro für 30 Prozent steigt er ein. Das erste Löweninvestment an polnische Gründer.