Autolack und seine ärgsten Gegner

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Autolack und seine ärgsten Gegner

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:03 / Peter Symbolbild Fotyma/Shutterstock.com


Da die Verschmutzung mit Honigtau meist recht großflächig ist, ist die Fahrt in die nächste Waschstraße am einfachsten. Außerdem ist das auch tatsächlich die wassersparendste Variante. Denn moderne Anlagen, wie sie laut Lehmann größtenteils bei Shell im Einsatz sind, brauchen dank ausgeklügelten Rückgewinnungssystemen nur circa 15 Liter Wasser pro Fahrzeug. Bei einer Handwäsche, die zudem auch nicht überall erlaubt ist, ist der Wasserverbrauch sehr viel höher, insbesondere um den klebenden Honigtau vollständig vom Lack zu lösen.

Klebefalle Baumharz

Aber auch unter Nadelbäumen sollten Fahrer, die ihr Auto lieben, nicht zu oft und lange stehen. Denn diese harzen extrem - und ist das Baumharz erst mal eingetrocknet, ist es nur sehr aufwendig zu entfernen. Wer schnell handelt, dem reicht oft ein weicher Lappen mit heißem Wasser, um das Baumharz einzuweichen und dann abzuwischen. Auch Hausmittel wie Türschlossenteiser, Rasierschaum oder Fett wie in Baby- oder Speiseöl können durch längeres Einwirken das Baumharz auflösen. Mit Spülmittel und einem Mikrofasertuch lassen sich anschließend die Fettreste entfernen.

Alternativ greift man zu einem speziellen Reinigungsmittel aus dem Fachhandel: Reinigungsknete kann bei älteren Harzflecken hilfreich sein, allerdings ist bei schwarzen Autos oder Speziallackierungen Vorsicht geboten, denn hier kann die Anwendung selbst schon Schaden anrichten. Deswegen die Reinigungsknete nur gemäß der Herstellerangaben anwenden! Spezielle Baumharz-Entferner sind auch dazu geeignet, Vogelkot und andere organische Rückstände von Lack-, Glas-, Chrom- und Kunststoffoberflächen zu entfernen. Tipp: Nach der Reinigung die betroffenen Stellen mit einer entsprechenden Lackpolitur oder Autowachs nachbehandeln.

Lackkiller lauern rund ums Jahr

Allerdings hält nicht nur der Sommer fiese Lackkiller bereit. Schon im Frühjahr sorgen Pollen aus Pflanzenblüten in Kombination mit Niederschlägen gerne für eine lackschädigende Kruste, die auch zu bleibenden Verfärbungen führen können. Aus Herbstlaub löst sich bei Regen Gerbsäure, die den Lack angreift - schon kleinste Kratzer im Lack können so zu Rost und hässlichen braunen Flecken führen. Und im Winter ist Streusalz die wohl größte Gefahr für den Lack. Regelmäßiges Waschen und Pflegen ist also das A und O - dann steht einer Spritztour in einem schicken Auto nichts im Wege.