Am Freitag hatten Politiker der Union bei einer Sitzung eine harte Attacke auf Armin Lascht, den Kanzlerkandidaten der Unionsfraktion gestartet! Dabei hat unter anderem die Düsseldorfer CDU-Abgeordnete Sylvia Pantel (60) den Kanzlerkandidaten aufgefordert, "die Konsequenzen zu ziehen, wenn in zwei Wochen die Umfragewerte nicht besser werden“.
Von dem internen Streit der Unionspolitiker will die "Bild"-Zeitung aus Teilnehmerkreisen erfahren haben. So habe Pantel an Laschet appelliert sich seiner Verantwortung für die gesamte Union bewußt zu werden und diesen unmissverständlich zum Rückzug von der Spitzenkandidatur aufgefordert. "Es ist besser, kurz und schmerzhaft zu reagieren, als gemeinsam unterzugehen“, soll Pantel gesagt haben. Dem soll angeblich auch der Abgeordnete Axel Müller (58, CDU) beigepflichtet haben: "Mit einem Wort: Es ist beschissen!“. Auch in verschiedenen WhatsApp-Gruppen von Mitarbeiter der Parteizentrale war es zu Kritik gekommen. So schreibt ein Mitglied in dieser Gruppe:
"Wir wussten nicht, wo wir die Laschet-Plakate hinhängen sollen, sodass wir den wenigsten Schaden machen. Am Ende hängt man sie dort auf, wo uns im Zweifel eh nur wenige Leute wählen.“ In dieser Gruppe sollen rund 200 Mitglieder sein. Offenbar scheint auch in anderen WhatsApp-Gruppen der Union die Angst vor einer Wahlschlappe der Union zu steigen. Laschet selbst, habe auf die Rücktrittsforderung nicht reagiert. Doch Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (53, CDU) habe im Anschluss eine "flammende Rede“ gehalten und die Union aus CDU/CSU aufgefordert für ihren Kandidaten zu kämpfen. Man hätte das beste Programm für Deutschland, das müsse jetzt offensiv vermittelt werden, forderte Brinkhaus.