Thees Uhlmann: Der Erfolg macht ihm Angst

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Thees Uhlmann: Der Erfolg macht ihm Angst

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:01 / Angela Symbolbild imago images/Future Image


Dabei gab es schon mal einen Versuch Geld zu investieren. "Ich habe am Freitag mal was unterschrieben, und am Montag ging die Finanzkrise durch. Irgendein Fonds. Das war ein Zeichen Gottes: 'Thees, versuch's erst gar nicht.' Girokonto for life. Auch weil mir sehr bewusst ist, dass diese ganze Sache bald ein Ende haben kann."

Seine Zeit als Altenpfleger war für ihn eine "gute, gerechte, harte Schule". Er erinnert sich noch heute an ein schwules Pärchen, das den Vater des einen gepflegt hat. Ich bin zwei- oder dreimal am Tag vorbeigekommen und habe morgens um halb sieben mit dem alten Mann meine ersten Zigaretten geraucht..."

Damals habe er erlebt, dass "ein schwules Pärchen wesentlich romantischer sein kann als ein Hetero-Pärchen. Und ich habe gesehen, wie ein Mensch ein halbes Jahr lang stirbt. Dagegen waren meine Probleme später eine Lachnummer." Für ihn wäre es auch nicht möglich, "dass ich geile Rockplatten aus einem gut gelaunten, satten Leben heraus mache". Er hat die Angst, dass ihm Geld "die Unschuld der Kunst" raubt. "Geld ist das, was passiert, während ich das tue, was ich liebe."

Neues Album: "Junkies und Scientologen"

Uhlmann, der ab Ende September mit seinem neuen Solo-Album "Junkies und Scientologen" auf Tour geht, lebt mit seiner Tochter zur Miete in Berlin. Der Musiker, der auch vom Verkauf seiner Schallplatten lebt, kauft selbst keine Alben. "Das wäre doch nur ein Asset, so von wegen, ich bin Veganer, und hier ist mein Plattenspieler. Und dann gerne noch ein Instagram-Foto davon raushauen, was man gerne hört. Für einen Plattenspieler ist meine Wohnung außerdem zu klein."

Die hat zwar 100 Quadratmeter, aber "der Fernseher ist so groß. Und ich habe keine Lust, meine Tochter mit Beatles zu beschallen. Das ist doch bedrückend, wenn sie die Musik vom Altvorderen hören muss".