Der deutsche Star-Fotograf Peter Lindbergh starb am vergangenen Dienstag im Alter von 74 Jahren. In der Woche zuvor gab er das letzte Interview vor seinem Tod, das nun veröffentlicht wurde. Im Podcast "Vogue Stories" der deutschen "Vogue"-Ausgabe sprach er unter anderem darüber, wie er zu sich selbst gefunden habe. "Ich meditiere seit vierzig Jahren. Dadurch weiß man ein bisschen besser, wer man ist. Man muss einfach den Zugang zu allen Sachen finden, die man so gesehen hat. Alles, was man sieht, alles, was man hört und riecht, und alles, was man sagt, bleibt in einem drin. Das ist da, in einem selber, und das muss man benutzen. Die meisten Leute wissen das nicht. Den größten Schatz der Welt schleppen sie mit sich herum."
Es gebe auch schon lange nichts mehr, wovor Lindbergh Angst habe. "Negative Gefühle habe ich sowieso nicht. Aber das ist toll, finde ich, wenn man weiß, dass man unverletzlich ist. Ich wüsste nicht, was mir jemand antun könnte, was mich auf den Boden schmeißt. Es gibt ja Leute, die haben ein Hautkrebschen am dicken Zeh und springen aus dem Fenster." Es gebe nur eine Sache, die ihn aus dem Gleichgewicht bringen könne: "Das Einzige wäre, wenn irgendwas Brutales mit den Kindern passiert."
Das Älterwerden ist "nichts Tragisches"