"The Handmaid's Tale": Diese Serie sollte jeder kennen

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"The Handmaid's Tale": Diese Serie sollte jeder kennen

Stars (2 / 1) 28.12.2020 17:00 / Julia Symbolbild Elly Dassas/Hulu 2019


Die Handlung folgt in Staffel eins hauptsächlich dem Schicksal von Desfred alias June (Elisabeth Moss), die als fruchtbare Magd bei Commander Fred Waterford (Joseph Fiennes) und seiner unfruchtbaren Frau Serena (Yvonne Strahovski) wohnt. In Flashbacks wird Desfreds Vergangenheit aufgearbeitet, etwa ihre Ehe oder die Liebe zu ihrer kleinen Tochter, die sie nicht mehr bei sich hat. Zarte Bande knüpft sie überraschend mit Chauffeur Nick (Max Minghella), von dem sie am Ende der Staffel schließlich schwanger ist. Doch gehört er überhaupt zu den Guten?

In Staffel zwei plant June zunächst ihre Flucht aus Gilead. Doch wird ihr diese als Schwangere wirklich gelingen? Oder kommt Serena Waterford plötzlich zur Vernunft? Zudem wird ein Blick in die Kolonien gewährt, wohin die lesbische Emily (Alexis Bledel) zur Zwangsarbeit verbannt wurde. Dort ist der Boden mit Giftmüll verseucht. Wird sie diese Tortur überleben? Oder können Junes Ehemann und ihre beste Freundin Moira (Samira Wiley) ihr außerhalb von Gilead helfen? Am Ende scheint zumindest eine Figur dem Tode geweiht zu sein...

In Staffel drei befindet sich June erneut in Gileads dystopischem Regime. Am Ende von Staffel zwei hatte sie sich dazu entschieden, nicht mit ihrem Baby nach Kanada zu fliehen. Kann sie vor Ort einen Kampf gegen das Regime führen? Ihre Chancen stehen mehr als schlecht. Hinzukommen überraschende Wiedervereinigungen, Verrat und eine Reise zum schrecklichen Herzen Gileads, die alle Charaktere dazu zwingt, Stellung zu beziehen.

Eine Serie der Extraklasse

Eins sei klargestellt: "The Handmaid's Tale - Der Report der Magd" ist keine leichte Kost. Die Story ist nur schwer zu verdauen und etliche Szenen sind geradezu grausam. Dennoch fallen das Ausschalten und Wegsehen schwer. Die Serie fesselt. Es ist eine seltsame Faszination zwischen Ekel, Fassungslosigkeit und der Hoffnung, dass dem Spuk bis zum Staffelfinale ein Ende bereitet wird. Denn diese düstere Zukunftsvision soll auf keinen Fall länger anhalten als nötig und schon gar nicht Realität werden. Die Frau ohne Rechte? Undenkbar!

Allen voran die Performances des Schauspielensembles sind einmalig. Nicht nur sind den Gesichtern der Darsteller stets die unterschiedlichsten Emotionen abzulesen, die Figuren sind dermaßen facettenreich, dass der Zuschauer selten weiß, wer ist gut und wer ist böse, wer versteckt ein Geheimnis und wer spielt mit offenen Karten. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, was die Faszination zusätzlich befeuert. Ein schauderhaftes Meisterwerk, das kein Serien-Junkie verpassen sollte.