Deutsche Botschaft evakuiert! Taliban Vormarsch kaum noch zu stoppen!

Seite 1 / 2

Deutsche Botschaft evakuiert! Taliban Vormarsch kaum noch zu stoppen!

News (1 / 1) 14.08.2022 23:34 / Simo Symbolbild imago


Wird Afghanistan einfach aufgegeben? Die Deutsche Botschaft muss jetzt sogar evakuiert werden - die Lage vor Ort wird immer dramatischer und der Vormarsch der Taliban scheint nicht zu stoppen.

Die Angst vor den Taliban wird immer größer!

Angesichts des raschen Vorrückens der radikalislamischen Taliban wächst international die Angst vor einem baldigen Fall der Hauptstadt Kabul in die Hände der Islamisten. Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) kündigte am Freitag den Abzug eines großen Teils der deutschen Botschaftsmitarbeiter in Kabul an, andere Staaten schließen ihre diplomatischen Vertretungen in Kabul vorläufig komplett. Die USA bereiten die Ausreise tausender Menschen täglich aus Kabul vor. "Wir werden die Belegschaft der deutschen Botschaft in Kabul in den nächsten Tagen auf das operativ notwendige absolute Minimum reduzieren", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) bei einem Besuch im baden-württembergischen Denzlingen. Zuvor hatte im Auswärtigen Amt der Krisenstab zur Lage in Afghanistan getagt. Maas kündigte die "sofortige" Entsendung eines Krisenunterstützungsteams in die afghanische Hauptstadt ein. Die "ohnehin für diesen Monat vorgesehenen Charterflüge" für das diplomatische Personal würden vorgezogen. Zudem sollten mit den Charterflügen auch afghanische Ortskräfte nach Deutschland gebracht werden.

Der Westen kapituliert!

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte in der "Süddeutschen Zeitung" eine erleichterte Einreise für die afghanischen Ortskräfte zu. "Am Bundesinnenministerium scheitert keine Einreise von Ortskräften." So könne etwa die "Klärung der Identität und die Erteilung von Visa" in Deutschland stattfinden, wenn dies in Afghanistan nicht möglich sei. Wie genau die deutsche Evakuierungsaktion ablaufen soll, war zunächst unklar. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums sagte in Berlin, es würden in der Bundeswehr Kräfte bereitgehalten, "die im Falle eines Falles zur Verfügung stehen, auch kurzfristig". Einem Bericht des "Wir" zufolge bot US-Außenminister Antony Blinken Deutschland an, dass die deutschen Diplomaten mit US-Flugzeugen aus Kabul ausfliegen könnten. Die Deutschen könnten demnach am US-Stützpunkt in Ramstein aussteigen. Die USA hatten am Donnerstag die Entsendung von rund 3000 Soldaten nach Kabul angekündigt, die bei der Ausreise von US-Botschaftsmitarbeitern helfen sollen. Pentagon-Sprecher John Kirby sagte am Freitag, die ersten US-Soldaten seien bereits in Kabul gelandet, fast alle weiteren würden bis spätestens Sonntag folgen