Später begründete Biedenkopf diesen Schritt damit, dass er gemeinsam mit seiner Ehefrau Ingrid Deutschland mit diesem Schritt dienen wollte. Mit der Wahl Biedenkopfs hatte dann in Sachsen in den 1990er Jahren der Aufschwung begonnen. 2002 endete Biedenkopfs politische Karriere in Konflikten um seine Nachfolge und einer
Affäre um Rabattkäufe beim Möbelhaus Ikea. In einer parteiinternen Wahl war Biedenkopf damals seinem Parteikollegen und früheren Finanzminister Georg Milbradt unterlegen. Im April 2002 hatte sich Biedenkopf im Alter von 72 Jahren aus der Politik verabschiedet. Denoch blieb er der CDU in Sachsen treu und stand auch immer mit Rat und Tat zur Seite, wenn es dort Probleme gab. Im Anschluss arbeitete Biedenkopf wieder als Rechtsanwalt und betätigte sich auch als Ombudsrat für Hartz-IV-Beschwerden. In den nächsten Tagen wird der beliebte Politiker nun im Kreis seiner Familie beerdigt werden.