Wie erwartet hat sich der Corona-Gipfel für Knallhart-Entscheidungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in Herbst und Winter entschieden. Statt weiterer Lockerungen werden die Maßnahmen also tatsächlich noch strenger. Darauf verständigten sich Kanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer im Verlauf einer knapp dreieinhalbstündigen Sitzung.
Zu den beschlossenen Punkten zählt unter anderem eine Testpflicht für Innenräume, wenn der Inzidenzwert auf über 35 ansteigt. Diese Regelung soll ab dem 23. August in Kraft treten und für alle Personen gelten, die weder vollständig geimpft oder von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind. Zudem einigten sich die Vertreter von Bund und Länder darauf auf die Verlängerung der "epidemische Lage von nationaler Tragweite" zu drängen. Diese soll dann über den 30. September hinaus um weitere drei Monate verlängert werden. Allerdings ist dazu die Zustimmung des Bundestages notwendig, der das Thema auf seiner Sitzung am 7. September behandeln wird. Sollte die epidemiologische Lage nämlich auslaufen, dann würde für weitere Corona-Maßnahmen die rechtliche Grundlage fehlen. Ein weiterer Beschluss ist die Abschaffung der kostenlosen Bürgertests ab dem 11. Oktober. Diese sollen dann für Ungeimpfte kostenpflichtig werden. Diese Nachweise werden jedoch dann für alle Veranstaltungen in Innenräumen, Innengastronomie, Kinos, Fitnessstudios, körpernahe Dienstleistungen wie Friseure und auch Krankenhäuser und Pflegeheime notwendig werden. Auch die sportliche Betätigung im Innenbereich und Übernachtungen sollen dann nur noch mit negativem Test möglich sein. Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen.