Frank Elstner (77) ist die seltene Ehre zuteil geworden, ein 45 Minuten langes Interview mit Schlagerstar Helene Fischer (35) führen zu dürfen. Die Sängerin, die sich seit dem Ende ihrer vergangenen Tour und somit am Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere eine Auszeit nimmt, erzählt in dem Format "Wetten, das war's..?" ungewöhnlich offen von den Anfängen und Schattenseiten ihres Erfolgs, dem neuen Mann an ihrer Seite und ihren eigenen Macken.
So erklärt die 35-Jährige gleich zu Beginn, wie dringend sie die Auszeit gebraucht hatte: "Diese Phasen kommen eigentlich meistens nach einer Tournee, nach einer langen Tournee. Und ich spiele schon seit vielen Jahren Tourneen, die über Monate gehen, da sind oft 60, 70 Konzerte dabei, dann sagt mein Körper und mein Kopf oft, ich brauche jetzt mal eine kleine Auszeit. Ehrlich gesagt auch, um alles zu verarbeiten." Auch die Anfänge ihres Erfolges kommen zur Sprache. Heute kaum mehr vorstellbar: Früher spielte die Königin des Schlagers vor kleinem Publikum, oft für unter 500 Euro Gage, fuhr alleine zu ihren Shows und fühlte sich auf der Bühne auch mal unsicher. "Am Anfang war ich sehr unerfahren. Wusste auch noch nicht genau, wie ich mich bewegen sollte, wohin mit den Händen."
Mittlerweile sieht das natürlich anders aus: Im Laufe des Gesprächs erklärt Fischer, dass sie manche der Akrobatik-Einlagen bei ihren Shows sogar ungesichert macht. "Ich musste mich ein bisschen durchsetzen gegen alle Vernunft. [...] Bei den meisten Acts bin ich aber gesichert", erklärt Helene dann. Leichtsinnig sei sie damit nicht umgegangen.
Ihr Erfolg hat aber natürlich auch negative Aspekte - wie die lauernden Paparazzi. "Es umgibt mich schon seit vielen Jahren, wird aber gefühlt immer schlimmer. Je mehr man sich zurückzieht, je weniger man in der Öffentlichkeit von sich preisgibt, desto gieriger sind sie natürlich. [...] Damit muss ich wohl irgendwie leben. Aber es ist in der Tat nicht so einfach, weil man immer das Gefühl hat, wenn man nach draußen geht - das ist wie eine Schwelle in die Öffentlichkeit. Auch wenn ich eigentlich nur Lebensmittel kaufen will oder sowas."
Liebeserklärung an Thomas Seitel