Bereits im April war es im Kreis Friesland zu einem Impf-Skandal gekommen. Dort hatte eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Schortens gestanden, mehreren Menschen Kochsalzlösung gespritzt zu haben, nachdem ihr eine Ampulle des Impfstoffs auf den Boden gefallen war. Doch nun scheint es, als könnten doch mehrere Menschen von dem Vorfall betroffen sein, als die Behörden zunächst vermutet hatten.
Jetzt scheint es, als könnte der Skandal weit größere Kreise ziehen als ursprünglich angenommen. "Es geht um insgesamt 8.557 Menschen, die womöglich ganz oder teilweise keinen Impfschutz erhalten haben, obwohl sie davon ausgehen", erklärte jetzt Frieslands Landrat Sven Ambrosy (51, SPD) auf einer Pressekonferenz am Dienstag in Jever. Insgesamt seien 9.673 Impfungen im Zeitraum vom 5. März bis zum 20. April betroffen. Aus diesem Grund will der Landkreis Friesland die Betroffenen nun anschreiben. Schon Ende April hatte eine Mitarbeiterin des Impfzentrums Schortens eingeräumt, insgesamt sechs Spritzen mit Kochsalzlösung gefüllt zu haben, weil ihr eine Ampulle des Biontech-Vakzins heruntergefallen war. Mit dieser Aktion hatte die Frau den Unfall vertuschen wollen. Damals waren dann