Viele Menschen würden deshalb gerne wissen, wie effektiv die Impfung bei ihnen angeschlagen hat. Und es ist auch möglich dies herauszufinden, wie Prof. Dr. Carsten Watzl, der Leiter des Forschungsbereichs Immunologie am Dortmunder Leibnitz Institut klarstellt: "Es gibt sogenannte Heimtest-Kits für Antikörper, die bei 50 Euro liegen. Wer es beim Arzt machen lässt, zahlt nur 15 Euro. In beiden Fällen muss der Test ins Labor geschickt werden, wo er ausgewertet wird“, empfiehlt Watzl. Während die ersten Tests dieser Art noch sehr ungenau gewesen seien, lässt sich mit neueren Test jetzt sogar ein genauer Antikörper-Wert bestimmen. Allerdings leisten auch die sogenannten T-Zellen einen wichtigen Beitrag zur Immunabwehr. Kann man diese auch bestimmen? Offenbar ist die nicht möglich. "Die Antikörper korrelieren mit der T-Zellen-Antwort“, erklärt Watzl. "Wer einen hohen Antikörperspiegel hat, wird auch einen starken Immunschutz seitens der T-Zellen genießen", ist sich Watzl sicher
Trotzdem macht sich bei einigen Bürgern auch Skepsis breit, ob eine 3. Impfung wirklich sinnvoll ist, oder dem Körper sogar schaden kann.
"Aus immunologischer Sicht macht es keinen Sinn, das Immunsystem dauernd zu provozieren“, meint Prof. Radbruch. Der Mediziner vergleicht dieses Vorgehen mit einem im Leerlauf eingeschalteten Auto, bei dem man dann ohne Pause Vollgas gibt. "Das dankt einem ja auch kein Motor!“, verdeutlicht der Mediziner. Denn wenn zu oft geimpft wird, "sind wir irgendwann in einem Bereich der chronischen Immunreaktion, durch die sich Nebenwirkungen potenzieren oder sogar neue Nebenwirkungen auftreten“, warnt der Mediziner. Also sollte man eine 3. Impfung offenbar nur dann in Erwägung ziehen, wenn diese tatsächlich notwendig ist.