Nach Priens Meinung seien dann schnelle Freitest-Aktionen notwendig. In dieser Hinsichty sollten Schulen "an dieser Stelle jetzt privilegiert behandelt werden“. Eines der Hauptargumente von Prien ist dabei nicht vom Tisch zu wischen. Die Politikerin führt nämlich an, dass Kinder und Jugendliche wie keine andere Personengruppe unter den Einschränkungen durch die Pandemie gelitten hätten. Auch der
sächsische Kultusminister Christian Piwarz (46, CDU), hat sich gegen die Quarantäne ganzer Klassen ausgesprochen und bezeichnete diese als "eine unverhältnismäßige Beschneidung des Rechts der Kinder auf Bildung“. Zudem kam auch Gegenwind aus Bayern, wo man vor einer möglichen Quarantäne genaustens prüfen will. Das Kultusministerium in Bremen bezeichnete die RKI-Pläne ebenfalls als "nicht sinnvoll“. Stattdessen müsse sich die Quarantäne "auf das engste Umfeld der Betroffenen“ begrenzen. Vom hessischen Kultusministerium wurde vor Schulschließungen als Konsequenz einer zu scharfen Quarantäne-Regelung gewarnt. Die Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (60, SPD), hatte außerdem gefordert die 7-Tage-Inzidenz als Hauptindikator für Corona-Maßnahmen abzuschaffen. Nach Ernsts Meinung müsse die Inzidenz wegen dem Fortschritt der Impfungen künftig "komplett neu betrachtet werden“.