Erst vor kurzem war durchgesickert, dass das Robert-Koch-Institut (RKI) angeblich wegen der ansteckenden Delta-Variante plant, bei einem positiven Testergebnis eines Schülers vorsorglich die gesamte Klasse, statt wie bisher nur die Sitznachbarn und die Kontaktpersonen in Quarantäne zu schicken. Doch gegen diesen Plan protestieren nun auch die Kultusminister der Bundesländer.
Besonders sauer stößt den Kultusministern dabei die RKI-Empfehlung auf, zukünftig bei einzelnen Corona-Fällen in den Klassen eine sofortige Quarantäne für sämtliche Schüler der betreffenden Klasse anzuordnen. Die Empfehlung hatte RKI-Vize Lars Schaade (55) bei einer Schaltkonferenz mit den Vertretern der Staatskanzeleien der Bundesländer abgegeben. Sollte diese Empfehlung umgesetzt werden, würde erneut massiver Unterrichtsausfall drohen. Zudem würde sich so die belastende Situation für Eltern und Schüler fortsetzen. Offenbar sind die Kultusminister der Bundesländer nicht bereit bei diesem Spiel mitzumachen. Bei diesen regt sich nun nämlich Kritik. So forderte
Karin Prien (56, CDU), die Kultusministerin von Schleswig-Holstein, dass eine notwendige Quarantäne an Schulen nur "gezielt“ und "auf das unbedingt Notwendige begrenzt“ durchgeführt werden sollte.