"Hannas schlafende Hunde": Wiedersehen mit Hannelore Elsner

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"Hannas schlafende Hunde": Wiedersehen mit Hannelore Elsner

Stars (1 / 1) 28.12.2020 16:50 / Silia Symbolbild BR/enigma film GmbH/Kerstin Stelter


Free-TV-Premiere

Der deutsch-österreichische Kinofilm "Hannas schlafende Hunde" (2016) von Regisseur Andreas Gruber (64) wird am 19. August um 23:10 Uhr beim BR erstmals im Fernsehen ausgestrahlt. Das Drama basiert auf dem autobiografischen Roman der österreichischen Autorin Elisabeth Escher (63), die darin ihre Kindheit als Jüdin Ende der 1960er-Jahre schildert.

Neben der Auseinandersetzung mit diesem bis dato eher seltener behandelten Nachkriegsthema - Juden hatten mehr als 20 Jahre nach dem Holocaust noch unter Repressalien zu leiden -, beschert der Film auch ein Wiedersehen mit Hannelore Elsner (1942-2019). Der an Ostern überraschend verstorbene Publikumsliebling ist als Hannas erblindete Großmutter zu sehen.

Darum geht's in "Hannas schlafende Hunde"

Das jüdische Mädchen Hanna (Nike Seitz), von den Eltern (Franziska Weisz und Rainer Egger) als braves katholisches Kind getarnt, wächst Ende der 1960er-Jahre in der österreichischen Provinzstadt Wels auf. In den Köpfen der meisten Menschen dort ist die Nazi-Ideologie noch immer tief verankert. Die oberste Maxime, eingetrichtert von der jüdischen Mutter, heißt deshalb für Hanna: Stillhalten und auf keinen Fall auffallen.

Doch Hanna ahnt, dass irgendetwas vor ihr und ihrem Bruder (Nico Liersch) verheimlicht wird. Bis sie vom Pfarrer (Johannes Silberschneider) erfährt, dass sie eigentlich Jüdin ist. Ihr Geheimnis teilt sie mit der erblindeten Großmutter Ruth (Hannelore Elsner), die noch sehr genau weiß, welche der im Krieg so linientreuen Nazis sich nun als besonders fromme Katholiken ausgeben. Die "schlafenden Hunde" der Vergangenheit will niemand in der kleinen Stadt wecken. Doch das heranwachsende Mädchen will seine Identität nicht länger verstecken, mehr noch: Sie will stolz darauf sein...