Mette-Marit wird 46: Sie hat ihr Strahlen nicht verloren

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Mette-Marit wird 46: Sie hat ihr Strahlen nicht verloren

Stars (1 / 1) 28.12.2020 16:50 / Angela Symbolbild Gints Ivuskans / Shutterstock.com


Eigenwillige Kronprinzessin

Norwegen hat sie lieben gelernt: Kronprinzessin Mette-Marit feiert an diesem Montag ihren 46. Geburtstag. Der Ehefrau von Prinz Haakon (46) stand lange Zeit ihre Vergangenheit im Weg. Doch ein mutiges Statement zu ihrer wilden Phase in jungen Jahren brachte die große Befreiung. Auch den Tiefschlag einer schweren Krankheitsdiagnose ließ sich das Mitglied der norwegischen Königsfamilie nicht anmerken. Kraft gibt ihr dabei vor allem eines.

Mette-Marit von Norwegen wurde am 19. August 1973 als Mette-Marit Tjessem Høiby im norwegischen Kristiansand geboren. Mit ihren drei älteren Geschwistern, Schwester Kristin und ihren Brüdern Espen und Per Høiby, erlebte sie eine unbeschwerte Kindheit, ging zum Ballettunterricht, sang in einem Chor, spielte Volleyball und war bei den Pfadfindern aktiv. Im Alter von elf Jahren musste Mette-Marit die Scheidung ihrer Eltern - der Journalist Sven Høiby und die Bankangestellte Marit Tjessem - verkraften. Beide heirateten später noch einmal.

Nach ihrem Abitur 1994 legte sie am Agder University College ihr Examen Philosophicum ab. In den Folgejahren studierte Metter-Marit in einigen Studienrichtungen an der Universität in Oslo und genoss die nächtlichen Aktivitäten, die die Hauptstadt bot. 1997 brachte Mette-Marit ihren Sohn Marius Borg Høiby zur Welt. Vater des Jungen ist Morten Borg, von dem sie sich kurz darauf trennte.

Eine Begegnung auf dem sommerlichen Quart-Festival in ihrer Heimat Kristiansand sollte Mette-Marits Leben auf den Kopf stellen: 1999 lernte die alleinerziehende Mutter den norwegischen Thronfolger Haakon kennen. Am 1. Dezember feierte das Paar seine Verlobung. Bis zur Hochzeit wurden die beiden auf eine harte Probe gestellt. Denn die royalen Traditionalisten konnten sich mit der Verbindung wenig anfreunden. Mette-Marits bürgerliche Herkunft, ihr unehelicher Sohn Magnus und eine wilde Party-Vergangenheit wurden breit in der Öffentlichkeit diskutiert.

"Ausschweifend gelebt und teuer bezahlt"

Den Schlagzeilen über ihr Vorleben wollte Mette-Marit kurz vor ihrem schönsten Tag im Leben Einhalt gebieten: Drei Tage vor der Trauung trat sie bei einer Pressekonferenz vor Reporter und distanzierte sich von ihrer "wilden" Jugend. "Es war für mich in dieser Zeit wichtig, die Grenzen des Akzeptierten zu überschreiten. Ich habe sehr ausschweifend gelebt und dafür teuer bezahlt", erklärte die damals 28-Jährige unter Tränen. Sie distanziere sich jetzt eindeutig von Drogen. Mit ihrem mutigen Auftritt konnte Mette-Marit zumindest einen Teil der Norweger gnädig stimmen.

Am 25. August 2001 heiratete sie ihren Prinzen im Osloer Dom. Dass ihr Sohn Haakon trotz aller Widerstände seine große Liebe in Mette-Marit gefunden hat, wissen auch seine Eltern und heißen die Bürgerliche in der Familie willkommen. "Du bist keine gewöhnliche junge Frau, sondern du bist ein außergewöhnlicher Mensch. Du bist außergewöhnlich aufgeschlossen und ehrlich, außergewöhnlich engagiert, du hast eine große Willensstärke, du bist sehr mutig", erklärte König Harald anlässlich der Hochzeit. Ab 2002 lebte das Paar mit Mette-Marits Sohn Marius für ein Jahr in London. Die frischgebackene Kronprinzessin nutzte die Zeit in Großbritannien, um sich fortzubilden und nahm das Studium der Entwicklungspolitik auf.

Sie machte es Letizia von Spanien (46) oder Mary von Dänemark (47) vor: In den Folgejahren bewies Mette-Marit, dass ein bürgerlicher Einfluss in royalen Kreisen auch seine Vorteile hat. Authentisch, volksnah und menschlich zeigte sie sich fortan bei ihren öffentlichen Auftritten und gestaltete auch ihr Familienleben so wenig royal wie möglich. 2003 zog die kleine Familie auf das Gut Skaugum in Asker nahe Oslo. Am 21. Januar 2004 wurde Ingrid Alexandra und am 3. Dezember 2005 Sverre Magnus geboren. Die beiden besuchen eine öffentliche Schule und verbringen mit ihren Eltern bodenständige Sommer-Urlaube auf der Insel Dvergsöya.