Nazi, Anarchist, Hulk: Schauspiel-Chamäleon Edward Norton wird 50

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Nazi, Anarchist, Hulk: Schauspiel-Chamäleon Edward Norton wird 50

Stars (2 / 1) 28.12.2020 16:49 / Angela Symbolbild Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com


Im Jahr 2000, also gerade einmal vier Jahre nach seinem Debüt als Schauspieler, nahm Norton auch erstmals auf dem Regiestuhl Platz. Zwar klingt die Prämisse seines Films "Glauben ist alles!" wie der Beginn eines mäßigen Herrenwitzes ("Ein Katholik und ein Rabi verlieben sich in eine Blondine"), von den Kritikern bekam der Film aber dennoch das Prädikat "kurzweilig und charmant" zugesprochen.

Die quantitativ erfolgreichste Zeit vor der Kamera hatte Norton aber trotz seines Abstechers ins Regiefach noch vor sich. In den Nullerjahren gelang es ihm in "Roter Drache", Dr. Hannibal Lecter (Anthony Hopkins) einzubuchten, in "The Illusionist" als Magier zu verzaubern, oder als "Der unglaubliche Hulk" grün vor Wut über die Leinwand zu toben. Noch bevor - inzwischen kaum mehr zu glauben - Marvel hier das Sagen hatte.

Auch ohne sein Gesicht in die Kamera zu halten ist Edward Norton immer wieder im Kino präsent. Im Klamauk-Animationsstreifen "Sausage Party - Es geht um die Wurst" vertonte er doch glatt einen sprechenden Bagel, in Wes Andersons (50) "Isle of Dogs - Ataris Reise" einen verlausten Hund mit Existenzängsten. Apropos Wes Anderson...

Die wichtigsten Menschen in seinem Leben

Zumindest beruflich ist der exzentrische Filmemacher zu einer der wichtigsten Personen im Leben von Edward Norton geworden. Seit 2012 ist der Darsteller fester Bestandteil von Andersons Ensemble-Cast und wird neben "Moonrise Kingdom", "Grand Budapest Hotel" und besagtem "Isle of Dogs" sicherlich noch in vielen seiner zukünftigen Produktionen mitwirken.

Was dagegen Nortons Liebesleben angeht, kann ihm auch hier eine gewisse Vielseitigkeit attestiert werden. So pflegte er eine rund zwei Jahre andauernde Liebesbeziehung zu Courtney Love (55) und versuchte sich bei zwei ihrer Konzerte sogar als Gitarrist. Mit Salma Hayek (52) war er danach sogar verlobt - sie hatte er während des gemeinsamen Films "Frida" kennen und lieben gelernt. Geheiratet wurde dann aber doch eine andere: Seit 2013 ist Produzentin Shauna Robertson (44) seine Ehefrau, im selben Jahr kam das erste gemeinsame Kind zur Welt - ein Sohn.

Überschaubar ist allerdings die nahe filmische Zukunft des heutigen Geburtstagskindes. Für die kommende Zeit hat er nur einen Film in der Pipeline: Sein neues Regiewerk "Motherless Brooklyn", in dem er ab 12. Dezember dieses Jahres zudem an der Seite von Bruce Willis (64) und Willem Dafoe (64) zu sehen sein wird.