Auch Frank Ulrich Montgomery, der Chef des Weltärztebundes kann sich die verpflichtenen Impfungen für Mitglieder von verschiedenen Berufsgruppen sehr gut vorstellen, wie er gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe bestätigt. "Auch in der Medizin sollten Ärzte und Schwestern zu ihrem Schutz, zum Schutz der ihnen anbefohlenen Patienten und zum Erhalt der Funktionen geimpft sein, wenn sie regelmäßig mit Covid-Patienten zu tun haben", fordert Montgomery.
Ein Problem in der Glaubwürdigkeit der Politik sieht dagegen der
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) in der Einführung einer generellen Impfpflicht und lehnt dieses deshalb ab. Doch wie gehen die Impfungen in Deutschland weiter? Quoten von 90 Prozent geimpfter Personen bezeichnet der Kassenärzte-Chef Andreas Gassen (59) als "Science Fiction". Diese Zahlen könne man in Deutschland unmöglich erreichen. Stattdessen glaubt Gassen, dass man in Deutschland vermutlich eine Quote von etwas über 70 Prozent der Bundesbürger mit den Impfungen erreichen könnte. Aktuell haben 58,5 Prozent der Bundesbürger die erste Impfung gegen das Coronavirus erhalten, während 42,6 Prozent der Bundesbürger bereits beide Impfungen verabreicht bekommen haben. Allerdings wurden am Sonntag so wenige Menschen wie seit Februar 2020 nicht mehr geimpft. Aus diesem Grund forderte der Gesundheitsminister Jens Spahn die Bunderbürger auf: "Anders als im Februar ist nun aber genug Impfstoff da. Es bleibt dabei: Bitte impfen lassen!"