Ein weiteres Flugrisiko stellen zur Zeit offenbar Insekten dar. So soll es zu zahlreichen Problemen auf den ersten Flügen nach der Reaktivierung des Flugverkerhs gekommen sein. Häufig waren Probleme bei der Ermittlung der Fluggeschwindigkeit und der Höhenmessungen aufgetreten. Häufig sollen in diesen Fällen unentdeckte Insektennester in den Pitot-Rohren des Flugzeugs für die Probleme verantwortlich gewesen sein. Die druckempfindlichen Sensoren sind dafür verantwortlich die Daten an den Avionik-Computer des Flugzeugs zu liefern. Dadurch sei es verstärkt zu Startabbrüchen oder einer ungeplanten Rückkehr zum Startflughafen gekommen. "Das Risiko eines Tierbefalls steigt, wenn die Richtlinien für die Einlagerung nicht eingehalten werden“, steht in dem Bericht der Versicherer.
Durch die Pandemie habe sich in der Flugbranche viel verändert. Offenbar droht den Unternehmen nun auch mittelfristig ein Mangel an Piloten. Aus diesem Grund sei es in der Zukunft möglich, dass einzelne Piloten weniger Flugerfahrung aufweisen. Im Klartezt wird also befürchtet, dass mehr unerfahrenen Piloten Verkehrsflugzeuge steuern werden. Seitdem die Pandemie begonnen hat, melden die Versicherungsgesellschaften allerdings auch deutlich weniger Schadensfälle. Dies lägen um rund ein Drittel niedriger als vor dem Beginn der Pandemie. Dies liege laut Kürschner auch am geringeren Passagieraufkommen. Denn auch gestürzte Passagiere oder verlorene Koffer entwickeln sich zu Versicherungsfällen bei den Fluggesellschften. "Wir erwarten, dass die Schadenaktivität wieder auf ein normales Niveau zurückkehrt, sobald die Passagierzahlen wieder steigen“, sind sich die Versicherer einig. Aktuell deutet vieles darauf hin, dass einige Fluglinien bis zum Jahresende 2021 wieder etwa 70 Prozent ihrer Kapazitäten erreichen werden.