Zuletzt hatte die Ständige Impfkommision des Robert-Koch-Institus beschlossen, keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren auszusprechen und stattdessen nur die Impfung von Kindern mit gewissen Vorerkrankungen zu empfehlen. Auch das Auftreten der Delta-Variante hat an dieser Entscheidung nichts geändert. Doch offenbar wollen einige Politiker die Impfungen für die Kinder trotzdem vorantreiben.
Wie es scheint, plant der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) jetzt die Empfehlung des insgesamt 18-köpfigen Experten-Gremiums zu umgehen. Seit Wochen macht sich Spahn dafür stark, dass die Jugendlichen in die Impfkampagne mit einbezogen werden. Diese können bereits jetzt gemeinsam mit den Eltern eine Impfentscheidung treffen und sich dann auch ohne Stiko-Empfehlung bei ihrem Hausarzt impfen lassen. Ob die Experten allerdings von dieser politisch bedingten Einmischung besonders begeistert sind, bleibt abzuwarten.
In den letzten Tagen hatten immer mehr Poliiker offen angesprochen, dass Kinder und Jugendliche auf jeden Fall geimpft werden sollen.