Der Hundertjährige Kalender den wir heute kennen wurde bereits im 17. Jahrhundert von Abt Mauritius Knauer als sogenanntes Calendarium oeconomicum practicum perpetuum verfasst. Diese Ansammlung von Wetterereignissen sollte den Mönchen der damaligen Zeit die genaue Vorhersage des Wetters ermöglichen. Ziel war es dadurch die Landwirtschaft zu optimieren. Aus diesem Grund hatte Abt Knauer über einen Zeitraum von insgesamt 7 Jahre präzise Tagebuch über die jeweiligen Wetterereignisse geführt und diese dann mit der damaligen astronomische Weltanschauung verbunden. Schon damals kannten die Menschen die Himmelskörper Mond, Saturn, Jupiter, Mars, Sonne, Venus und Merkur. Jedes der aufgezeichneten Jahre ordnete der Abt einem der bis dato bekannten Himmelskörper zu. Aus diesem Grund steht das Jahr 2021/22 unter der Regentschaft des Saturn.
Der Hundertjährige Kalender sagt nicht wie sein Name vermuten lässt das Wetter der nächsten 100 Jahre voraus. Denn manche Einflüsse verhalten sich im Vergleich zu Knauers Vorhersagen vollkommen unterschiedlich. Um den Kalender optimal interprätieren zu können, muss man sich allerdings gut mit den Mondphasen auskennen. Häufig ändert sich das Wetter am zweiten oder dritten Tag nach dem Neu- oder Vollmond. Zudem können angeblich auch Sonnenfinsternisse Einfluß auf das Wetter eines Jahres haben. Meteorologen hingegen sind sich sicher, dass der Hundertjährige Kalender mehr ein Mythos ist und bezeichnen ihn als "reine Scharlatanerie". "Nicht nur, weil das Klima sich bis heute verändert hat, viele Bauernregeln sind einfach nur aus schönen Reimen oder Mythen, aber nicht aus Beobachtungen entstanden", machte zuletzt der Meteorologe Hartmut Graßl gegenüber dem Magazin "Wir Online" deutlich.