Doch auch im Westen Deutschland kam es zu heftigen Unwettern. Besonders betroffen war in diesem Zusammenhang Nordrhein-Westfalen, wo der fallende Starkregen ebenfalls für Chaos gesorgt hatte. In Bochum und Krefeld war es teils zu enormen Überschwemmungen gekommen. Dort hatte das einflutende Wasser in vielen Kellern oft bis zur Decke gestanden. Keller, Straßen und Tiefgaragen waren überflutet worden. Bis 2 Uhr Nachts hatte die Leitstelle der Feuerwehr Krefeld insgesamt 800 Notrufe erhalten. Zahlreiche Autofahrer waren mit ihren Fahrzeugen in überfluteten Unterführungen und auch auf offener Straße in den Wassermassen liegen geblieben. Einige der Anrufer konnten sich nicht aus eigener Kraft aus den Fahrzeugen befreien.
Eine Entspannung der derzeitigen Unwetterlage ist nach Meinung der Experten vom Deutschen Wetterdienst (DWD) aber bisher nicht in Sicht. Schon am Mittwochmorgen seien in einigen Gebieten bis zu 30 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen. Die in Bayern wütenden Unwetter waren im Verlauf der frühen Morgenstunden weiter nach Norden gezogen. Aus diesem Grund warnt der DWD jetzt in den ostdeutschen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vor starken Unwettern. Eventuell könnten die Unwetter aber auch Mecklenburg-Vorpommern, den Nordosten Niedersachsens und den Süden Schleswig-Holsteins erreichen. Dort muss dann mit schweren Gewittern und ergiebigen Niederschlägen gerechnet werden. In einigen Regionen drohen gar Niederschlagsmengen von 40 bis 100 Liter pro Quadratmeter in wenigen Stunden zu fallen.