Solang hält die Immunität! Neue Studienergebnisse werden bekannt

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Solang hält die Immunität! Neue Studienergebnisse werden bekannt

News (2 / 1) 12.06.2022 23:34 / Günter Symbolbild imago


Die Forscher kommen allerdings auch zu dem Ergebnis, dass die Immunität auch mit dem Alter der infizierten Personen zusammenhänge. So soll der Schutz nach einer Ansteckung bei Menschen im Alter von über 65 Jahren um gut 47,1 Prozent geringer sein, als bei jungen Menschen. Zudem bestehe die Möglichkeit, dass neu auftretende Virus-Varianten die Immunität ebenfalls reduzieren könnten. Die neuen Daten zeigen offenbar auch, dass die zuletzt in Großbritannien weit verbreitete Delta-Variante (B.1.617.2) wohl um 64 Prozent ansteckender ist als die zunächst in England aufgetauchte Alpha-Variante (B.1.1.7). Zudem sei die Schutzwirkung der Impfstoffe gegen diese Variante leicht vermindert. Als nächstes wollen die Wissenschaftler nun herausfinden, ob eine Antikörper-Immunität auch die Weitergabe des Virus an andere Menschen verhindert.

Immunität entsteht nicht nur durch Antikörper

Neben den Antikörpern gibt es auch andere Komponenten, die eine erneute Ansteckung verhindern können. "Das Immunsystem hat weitere Instrumente, um Krankheitserreger abzuwehren. Antikörper sind zweifellos bedeutsam, aber nur Teil eines größeren Arsenals. Andere Studien deuten darauf hin, dass eine andere Komponente, die wir die zelluläre Immunantwort nennen, trotz fallender Antikörper-Wir weiterhin Bestand haben kann“, erklärt Dr. Ahmad Aziz vom Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE).

Durch die zelluläre Immunantwort produzieren Zellen im menschlichen Körper spezielle Abwehrzellen, die genau auf das Virus zugeschnitten sind. Diese Zellen nennen sich T-Helferzellen. Dies bedeutet, dass Zellen im menschschlichen Körper merken, wie das angreifende Virus aussieht und dann im Fall einer erneuten Infektion die passenden Abwehrzellen produzieren.